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Neues Regionalmanagement im HanseBelt

Neues Regionalmanagement im HanseBelt:

„Kooperation ist der Weg zum Erfolg“

LÜBECK. Gemeinsamkeit macht stark – unter diesem Motto haben sich zwölf Akteure zum neuen Regionalmanagement im HanseBelt zusammengeschlossen: die Kreise Ostholstein, Segeberg, Stormarn und Herzogtum Lauenburg, die Hansestadt Lübeck, die Wirtschaftsfördergesellschaften der Kreise, der HanseBelt e.V. und die IHK zu Lübeck, die die Federführung inne hat. Die Projektmitarbeiter Hendrik Juhnke, Filia Severin und Dorota Comitz arbeiten in einer Geschäftsstelle in der IHK. Grundlage für die künftige Zusammenarbeit sind die gemeinsam erarbeiteten Handlungsfelder der Kooperationspartner: Mobilität, Marketing, Tourismus und „Raum für Wirtschaft“. 

„Das Regionalmanagement wird künftig dazu beitragen, die Rahmenbedingungen für Wachstum und Wohlstand im HanseBelt weiter zu verbessern. Die Wirtschaft sieht sich hier als einen Motor einer partnerschaftlichen Entwicklung“, sagte IHK-Präses Friederike C. Kühn bei einer Feierstunde anlässlich der Übergabe des Förderbescheides durch Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote im Kreismuseum Herzogtum Lauenburg in Ratzeburg.

„Die Kooperation begreifen wir als Chance, uns gemeinsam stärker zwischen Hamburg und Kopenhagen sowie innerhalb der Metropolregion Hamburg positionieren zu können, als jeder Kreis und die Hansestadt Lübeck für sich allein genommen“, so Kühn. Gemeinsam könnten die Akteure einen stärkeren Einfluss auf übergeordnete politische Entscheidungen nehmen. „Ich bin davon überzeugt, dass das neue Regionalmanagement im HanseBelt zu mehr Gemeinsamkeit zwischen den Partnern beitragen wird. Wir werden künftig neue Wege gehen“, so Kühn. Das Projekt ist zunächst auf eine Laufzeit von drei Jahren bis Ende 2020 angelegt. Sein Volumen beträgt rund 860.000 Euro, von denen das Land 75 Prozent trägt. Den Rest tragen die zwölf Partner.

„Nicht Konkurrenz ist der Motor für eine zukunftsfähige Landes- und Regionalentwicklung, sondern Kooperation ist der Weg zum Erfolg. Ich freue mich daher sehr, dem neu aufgestellten Regionalmanagement im HanseBelt heute einen Förderbescheid in Höhe von 645.000 Euro zu überreichen. Der Zusammenarbeit in dieser Region kommt ein besonderer Stellenwert für das Land zu. Sie ist nicht nur Teil der Metropolregion Hamburg, sondern auch Teil einer deutsch-dänischen Großregion, die mit dem geplanten Bau der festen Fehmarnbelt-Querung an Bedeutung gewinnen könnte. Um diese besondere doppelte Lagegunst zu nutzen, ist das Regionalmanagement ein wichtiger Baustein“, erklärte Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote.

Meinhard Füllner, Kreispräsident des Kreises Herzogtum Lauenburg, begründete die Beteiligung des Südostens ebenfalls mit den positiven Effekten einer engen kreisübergreifenden Zusammenarbeit. „Ich bin davon überzeugt, dass diese sinnvolle Kooperation einen großen Nutzen für alle Beteiligten bringen wird. In den kommenden drei Jahren werden vor allem wir hier im Herzogtum Lauenburg bestimmt viele neue Impulse aus dem Projekt Feste Fehmarnbelt-Querung erhalten. Unser Kreis liegt zwar nicht unmittelbar an der A1, aber an der A20 und A24, und über diese Autobahnen wird der Verkehr auf der Achse Berlin-Lübeck-Kopenhagen fließen.“ Und er ergänzte: „Wir wollen von den neu entstehenden Wertschöpfungsketten profitieren. Dafür ist die enge Einbindung von Kreis und WFL in das Regionalmanagement im HanseBelt die Grundlage.“

Das Regionalmanagement im HanseBelt will die wirtschaftlichen Standortfaktoren sowohl für bestehende als auch für neue Unternehmen stärken. „Den Schwerpunkt bilden Themen, die für unsere wirtschaftliche Entwicklung wichtig sind, aber von Kreisen oder Städten allein nicht zu bewältigen sind“, sagte Projektleiter Juhnke. „Die Kooperation behandelt die Auswirkungen von wirtschaftlichen, technologischen und gesellschaftlichen Zukunftstrends, die unsere Regionen gemeinsam betreffen.“ Partner des Regionalmanagements im HanseBelt sind die Kreise Herzogtum Lauenburg, Ostholstein, Segeberg und Stormarn die Hansestadt Lübeck, die IHK zu Lübeck, der HanseBelt e.V. sowie die Entwicklungsgesellschaft Ostholstein mbH, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Kreis Herzogtum Lauenburg, die Wirtschaftsförderung Lübeck mbH, die Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn mbH sowie die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises Segeberg mbH. Die Federführung liegt bei der IHK zu Lübeck.