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Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt im Kreis Herzogtum Lauenburg im August 2018

Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit im Ferienmonat August

Im August hat die Zahl arbeitsloser Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg gegenüber Juli leicht um 56 zugenommen und liegt jetzt bei 5.300. In Prozenten stieg die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkt auf jetzt 5,1. Das ist die niedrigste Quote in einem August seit Erhebung der Arbeitslosendaten auf Kreisebene 1997. Vor einem Jahr waren noch 5.791 Menschen arbeitslos und damit 491 mehr auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote lag seinerzeit bei 5,7 Prozent.

Eine vorübergehende Zunahme der Arbeitslosigkeit in der Ferienzeit ist typisch für den Arbeitsmarkt im Sommer. Mit dem Ausbildungsstart werden sich viele Jugendliche wieder bei der Agentur für Arbeit als Arbeitslose abmelden. Genauso starten die gerade ausgelernten Auszubildenden in ihren ersten Job. „Außerdem werden die Unternehmen nach der Urlaubs- und Ferienzeit wieder aktiv und stellen neue Mitarbeiter ein“, so Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe.

Offene sozialversicherungspflichtige Stellen

Dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter sind im August 267 neue Stellen gemeldet worden. Damit sind aktuell 1.321 sozialversicherungspflichtige Stellen im Kreis Herzogtum Lauenburg zu besetzen, gut neun Prozent mehr als im Vorjahr. Unverändert werden die meisten neuen Mitarbeiter von Unternehmen im Bereich Gesundheits- und Sozialwesen, Baugewerbe, Handel, verarbeitendes Gewerbe und der Arbeitnehmerüberlassung gesucht.

Von den derzeit 5.300 arbeitslosen Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg sind 593 Schutzsuchende, 49 mehr als im Vormonat. Insgesamt werden von der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter Herzogtum Lauenburg aktuell 1.195 geflüchtete Menschen betreut. Rund die Hälfte von ihnen besucht einen Sprach- oder Integrationskurs oder eine der berufsvorbereitenden Maßnahmen der Arbeitsagentur oder des Jobcenters und gilt damit nicht als arbeitslos.

„Unterbeschäftigung“ liegt höher

Nicht als arbeitslos gezählt werden auch Teilnehmer an Weiterbildungsmaßnahmen, Arbeitsgelegenheiten oder Arbeitsuchende, die derzeit arbeitsunfähig erkrankt sind. Sie alle werden zusätzlich zu den arbeitslos gemeldeten Menschen in der Statistik zur Unterbeschäftigung erfasst, die die Agentur für Arbeit ebenfalls monatlich veröffentlicht.

„Die Unterbeschäftigung zeigt, wie viele Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg insgesamt auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind“, erläutert die Agenturchefin. Aktuell beträgt ihre Zahl im Kreis Herzogtum Lauenburg 6.996. Dies sind 654 oder 8,5 Prozent weniger als im August des vergangenen Jahres. 

Weiterhin Chancen auf dem Ausbildungsmarkt

In wenigen Tagen beginnt für viele Jugendliche die Ausbildung. Doch auch für diejenigen, die keinen Ausbildungsvertrag in der Tasche haben, bestehen weiterhin Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Auch nach dem 1. September sei der Schritt in eine Ausbildung bis zu den Herbstferien noch ohne weiteres möglich, so die Agentur. Denn mehr als ein Viertel der gemeldeten Ausbildungsplätze im Kreis Herzogtum Lauenburg sind aktuell nicht besetzt. Fast 270 Lehrstellen bieten noch die Chance auf den Einstieg in eine Ausbildung.

Unternehmen, die ihre Ausbildungsstellen bislang nicht besetzen konnten, rät die Arbeitsagentur, das vorhandene Bewerberpotential auszuschöpfen und auch Jugendliche zu berücksichtigen, die auf den ersten Blick nicht den Idealvorstellungen entsprechen. Dazu betont Agenturchefin Grote-Seifert: „Viele zeigen erst in der betrieblichen Praxis Fähigkeiten, die sich leider nicht in ihren Schulnoten spiegeln.“


Für Ausbildung unterstützende Angebote für die Betriebe nutzen

Die Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe, Dr. Heike Grote-Seifert, empfiehlt Unternehmen für die Besetzung ihrer vakanten Ausbildungsplätze jeden möglichen Bewerber genau zu betrachten. Die schulischen Leistungen spiegelten nicht immer die praktischen Fähigkeiten und den Einsatzwillen eines Jugendlichen wider. Um Auszubildende in der betrieblichen Praxis aktiv zu unterstützen macht die Agentur Firmen bei Bedarf ausbildungsunterstützende Angebote. Zu diesen bewährten Instrumenten gehören die „Assistierte Ausbildung“, ausbildungsbegleitende Hilfen oder Einstiegsqualifizierungen.

Für Informationen zu den Fördermöglichkeiten können sich interessierte Unternehmen direkt an ihren Ansprechpartner im gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter wenden oder über die kostenfreie Service-Nummer 0 800 / 4 5555 20 Kontakt aufnehmen. 


Kontakt

Termine bei den Berufsberatern können per Mail an

badoldesloe.151-u25@arbeitsagentur.de

oder telefonisch unter der kostenfreien Rufnummer 0800 - 4 5555 00 vereinbart werden.

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