Logo WFL

Sie befinden sich hier:

Netzwerke

Wirtschaftsraum zwischen Hamburg und Kopenhagen

HanseBelt-Initiativkreis sorgt für Aufbruchstimmung

Mit der Diskussion um eine feste Fehmarnbelt-Querung und dem Zusammenwachsen der Wirtschaftsräume zwischen Hamburg und Kopenhagen/Malmö begann vor Jahren ein umfangreicher Prozess: Der Norden definiert und präsentiert sich seitdem zunehmend als einheitlicher, innovativer Wirtschaftsraum – nach innen mit attraktiven, modernen Strukturen und Inhalten für seine bestehenden und künftige Unternehmen, nach außen mit einer offensiven Kommunikation. Das soll Firmen und Fachkräfte in den Norden holen – die Region Deutschlands, wo die glücklichsten Menschen leben. Treibende Kräfte und Motor in diesem Prozess sind die Initiativen HanseBelt e.V. und Regionalmanagement im HanseBelt.

Bernd Jorkisch, Vorstandsvorsitzender der HanseBelt e.V.

Die WLF sprach mit Bernd Jorkisch, dem Vorstandsvorsitzendem des HanseBelt e.V. über Inhalte und Ziele.

Der HanseBelt verbindet die Metropolregion Hamburg mit der Smart City Kopenhagen und dem schwedischen Malmö. Auf dieser Fehmarnbelt-Achse leben mehr als sieben Millionen Menschen. Neben der Metropolregion Hamburg bilden die Kreise Herzogtum Lauenburg, Stormarn, Segeberg und Ostholstein sowie die Hansestädte Lübeck und Wismar mit Nordwest-Mecklenburg die Kernregion des HanseBelts, ihrem zugleich wichtigsten Ostseezugang. Um die vielfältigen Chancen der Region zur Wertschöpfung zu führen und für Zusammenhalt und innovative Entwicklung zu sorgen, wurde die Initiative HanseBelt e.V. gegründet. Die Unternehmen des HanseBelt e.V. sind Ideen- und Impulsgeber für eine gleichsam fortschrittliche wie lebenswerte Region. Heute sind mehr als 100 leistungsstarke Firmen im HanseBelt-Verein organisiert.

Europäische Zukunftsachse

Namhafte Institutionen, wie die IHK Lübeck, Handelskammer Hamburg und IHK Schwerin unterstützen die Aktivitäten des Vereins in der pulsierenden Wirtschaftsregion zwischen Hamburg, Fehmarn, Segeberg und Wismar. Inspiriert von den skandinavischen Nachbarn und in enger Partnerschaft mit ihnen etablieren die Initiatoren den HanseBelt als Europäische Zukunftsachse. Die HanseBelt Initiative setzt ganz neue Zeichen. Mit einer modernen Unternehmenskultur, die hanseatische und skandinavische Denkweisen verbindet, sorgt sie für Zukunftsfähigkeit und stellt den Menschen in den Mittelpunkt.

Vier Fragen an den Vorstandsvorsitzenden des HanseBelt e.V., Bernd Jorkisch:

1. Was zeichnet den HanseBelt aus und für welche Unternehmen ist diese Region interessant?

Der HanseBelt besitzt eine ganz besondere Lagegunst. Er ist gleichsam bedeutende Logistikdrehscheibe als auch wichtiger Ostseezugang der Metropolregion Hamburg. Die Region HanseBelt verbindet die europäischen Wachstumsmetropolen Hamburg und Kopenhagen/Malmö und profitiert von ihnen, genauso wie von der Prosperität des Ostseeraums.

Als Honorarkonsul der Republik Finnland ist meine Ostseeverbindung intensiv: Der Ostseeraum ist Zukunftsregion Europas! Starke Wirtschaftscluster wie Medizintechnik, Gesundheitswirtschaft, Ernährungswirtschaft, Logistik und Tourismus prägen den HanseBelt und bieten eine gute Basis für mittelständische Unternehmen fast jeglicher Couleur. Gut vernetzte Hochschulen und eine starke Wissenschaft sorgen für Kreativität und Innovation im HanseBelt.

2. Was sind die wichtigsten Ziele und die damit verbundenen vordringlichsten Maßnahmen im HanseBelt e.V.?

Wir wollen die HanseBelt Region aktiv gestalten und ihre vielfältigen Chancen entschlossen nutzen. Unser Ziel ist es, für Zusammenhalt zu sorgen und den HanseBelt wirtschaftlich noch stärker werden zu lassen. Wir übernehmen im Initiativkreis Verantwortung, wollen der Politik und Verwaltung ein gutes Beispiel sein, wobei unser Engagement auch einer verbesserten Wahrnehmung des HanseBelts als innovative Region mit Lust auf Zukunft gilt. Zur Erreichung unserer Ziele haben wir verschiedene Handlungsfelder identifiziert und förderliche Projekte umgesetzt.

Ein jährlicher Zukunftskongress sorgt für den Blick nach vorn, ein internationaler Belt Cup stärkt das wichtige Zusammenwachsen über den Belt nach Dänemark. Arbeitskonferenzen zur Fachkräftesituation und die Schaffung einer modernen Unternehmenskultur im HanseBelt, die hanseatische und skandinavische Denkweisen verbindet, senden die richtigen Signale an junge Fachkräfte. Ein jährlicher Begrüßungsempfang für zugezogene Fachkräfte hat sich als großer Erfolg etabliert.

3. Der HanseBelt e.V. will die Rahmenbedingungen für die Betriebe der Region verbessern – auch über den Bereich des Wirtschaftens hinaus. Wie sieht das in der Praxis aus?

HanseBelt ist „Happy Region“ – bei uns leben die glücklichsten Menschen Deutschlands und in direkter Nachbarschaft leben unsere dänischen Freunde, die glücklichsten Menschen der Welt. Ein weiterer Grund, neben den positiven wirtschaftlichen Effekten, warum der HanseBelt Verein konsequent für die zügige Realisierung der Festen Fehmarnbeltquerung eintritt. In einer Charta verpflichten sich die HanseBelt Betriebe, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.

Neben der Anerkennung ihrer Arbeit profitieren die Mitarbeiter von einer besonders guten Work-Life-Balance. Im Zusammenhang mit der Verbesserung weiterer allgemeiner Rahmenbedingungen profitieren wir in der Region von der hervorragenden Partnerschaft zwischen der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck und dem HanseBelt e.V. Im Juni 2018 wurde das „Regionale Netzwerk HanseBelt“ als erfolgreicher Preisträger im bundesweiten Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ durch eine unabhängige Expertenjury ausgezeichnet.

4. Welche Werkzeuge können Unternehmen nutzen, von welchen Förderprogrammen profitieren, um wirtschaftlich noch erfolgreicher zu sein - als Basis eines erfüllten Lebens in der „Happy- Region“?

Der nachhaltige unternehmerische Erfolg hängt nicht von Förderprogrammen ab. Möglichkeiten der Förderung gibt es, besonders dann, wenn es um Innovationen geht: Hier sind die Industrie- und Handelskammer zu Lübeck und die Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein (WTSH) die kompetenten Ansprechpartner. Ein Engagement im HanseBelt-Initiativkreis e.V. ist lohnenswert für Unternehmen, die Lust auf Zukunft haben und mittels des HanseBelt Signets in ihrem Betrieb zeigen möchten: Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt.

www.hansebelt.de


Regionalmanagement im HanseBelt

Das Regionalmanagement koordiniert die Entwicklung des „Kooperationsraumes HanseBelt“ und ist Ansprechpartner sowie Dienstleister für die Akteure der Kooperation. Es unterstützt Sie bei der Planung und Umsetzung von insbesondere kreisübergreifenden Projekten, um künftige Entwicklungspotenziale nutzbar zu machen. Das Regionalmanagement ist für die interne Organisation und Vernetzung innerhalb der Kooperation verantwortlich.

Die Geschäftsstelle des Regionalmanagements ist bei der IHK zu Lübeck mit zusätzlichem Personal eingerichtet. Ebenso liegt die Geschäftsführung des Regionalmanagements bei der IHK zu Lübeck. Neben der Unterstützung der Akteure der Kooperation kommt dem Regionalmanagement auch die Aufgabe der allgemeinen Informations- und Öffentlichkeitsarbeit zu, um den Kooperationsraum überregional bekannt zu machen. Darüber hinaus ist das Regionalmanagement auch Schnittstelle zu externen Akteuren, mit denen Netzwerke und Partnerschaften aufgebaut werden.

Die Lenkungsgruppe ist das Steuerungsgremium der Kooperation „Regionalmanagement im HanseBelt“. Sie setzt sich aus den Landräten der beteiligten Kreise, dem Bürgermeister der Hansestadt Lübeck, dem Hauptgeschäftsführer der IHK zu Lübeck sowie den Geschäftsführern der Wirtschaftsförderungen und dem Vorstandsvorsitzenden des HanseBelt e.V. zusammen. Die Landesplanung und das Wirtschaftsministeriums des Landes Schleswig-Holstein werden als Gäste zu den Sitzungen eingeladen.

Durch diese Zusammensetzung wird neben der Entscheidungsfähigkeit auch gewährleistet, dass, gemäß Ziffer 6.1 der Richtlinie des Landes Schleswig Holstein für regionale Kooperationen, die Partner des Kooperationsraums und die betreffenden Verwaltungsleitungen in die Projektsteuerung mit eingebunden sind und somit die nötige Rückkopplung mit der betreffenden Kreis- und Kommunalpolitik sichergestellt ist. Die Lenkungsgruppe kommt regelmäßig zusammen, bei Bedarf können zudem Sondersitzungen einberufen werden.

www.hansebelt.de/rm/