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Tischlerei Horstmann in Lauenburg

Maßarbeit von der Elbe auf allen sieben Weltmeeren

Von Lauenburg ist es bis zur Nordsee nicht mehr weit. Doch wer würde erwarten, die Qualitätsarbeit eines kleinen Handwerksbetriebes der Elbestadt in den luxuriösesten Schiffen auf allen Weltmeeren wiederzufinden? Schiffsinnenausbau ist eines der Fachgebiete der traditionsreichen Tischlerei Horstmann im Gewerbegebiet an der Palmschleuse. Aber auch beim Bau von Laden- und Gastronomieeinrichtungen oder der Ausstattung edler Hotelzimmer sind die Lauenburger Tischler spitze.

 

Auch am Innenausbau sowie der Decksausstattung der „Spirit of Brazil“ war die Tischlerei Horstmann beteiligt.

Viel Feingefühl und Verständnis für die eingesetzten Werkstoffe braucht das Team um Firmenchefin Monika Horstmann bei seiner täglichen Arbeit. Ob es um die Einrichtung eines ganzen Hotels mit mehreren hundert Zimmern, hochwertige Einzelanfertigungen im Möbelbau, die kleinteiligen Ansprüche professionellen Ladenbaus oder den Yacht- und Schiffsausbau geht - Kreativität und Fachwissen treffen hier auf handwerkliche Leidenschaft.

Diese Expertise wird international geschätzt und spiegelt sich seit vielen Jahren im internationalen Kundenstamm wider. So war die Tischlerei Horstmann in diesem Jahr auf einer mehr als 100 Meter langen Luxusyacht eines amerikanischen Unternehmers umfangreich am Innenausbau beteiligt. „Das Schiff gehört zu den größten Privatyachten der Welt“, erklärt Monika Horstmann, die bei solchen Auftraggebern keine weiteren Informationen preisgibt. Ihr Betrieb realisierte den Innenausbau von vier Kabinen plus Flur, Bad, Lobby und Deckenvertäfelung. Der Schiffsinnenausbau macht etwa 25 Prozent des Auftragsvolumens der Lauenburger Tischlerei aus.

Hotel: Luxuriöse Ausstattung mit Kirschholz

Amerikaner schwärmen für europäische Eiche

Zum Einsatz kommen dabei neben den klassischen Holzwerkstoffen alle denkbaren Materialien bis hin zu Glas, Edelstahl oder Linoleum. „Gerade sehr angesagt ist – besonders bei Amerikanern – europäische Eiche, naturbelassen, gekalkt oder gebürstet“, erklärt Monika Horstmann. Die 42-Jährige steht seit dem plötzlichen Tod ihres Mannes 2008 einem rund 14-köpfigen Team vor. Neben einem Meister gehören neun Gesellen sowie in der Regel drei Auszubildende – einer in jedem Lehrjahr – dazu.

Bereits mehrfach wurde der Traditionsbetrieb von der Handwerkskammer für besondere Ausbildungsleistungen ausgezeichnet. Erst im Juli diesen Jahres wurde die jüngste Absolventin der Gesellenprüfung von Horstmann, Maren Stühff, Landessiegerin bei den Tischlern. Monika Horstmann: „Wir bilden die Fachkräfte, die wir brauchen, selbst aus; man findet sie nicht am Markt.“ So haben im aktuellen Team der Meister des Betriebes sowie drei Gesellen ihre Ausbildung bei Horstmann absolviert. 

 

Parfümerie: Eleganter Tresen aus Nussbaum
Gastronomie: Edle Inneneinrichtung aus einem Guss

Arbeiten auf den Luxuslinern dieser Welt

Bereits seit mehr als 20 Jahren ist die Lauenburger Tischlerei auf den Luxuslinern dieser Welt handwerklich zu Hause. So etwa 1991 auf der „Queen Elisabeth“ oder mittlerweile auf sechs Kreuzfahrtschiffen der AIDA-Flotte sowie anderen internationalen Schifffahrtslinien und Reedereien. Auch Blohm & Voss ist Kunde in Lauenburg. Auf den Vergnügungsschiffen mit vierstelligen Zahlen an Belegschaft und Gästen sind natürlich aberhunderte Handwerksbetriebe und unzählige des gleichen Gewerks am Ausbau beteiligt.

Neben den riesigen Kreuzfahrtschiffen und luxuriösen „Day Cruisers“ wie der „Spirit of Brazil“ hat Horstmann bislang auch mehr als zehn Container-Schiffe wohnlich gemacht. Die Bandbreite an Arbeiten reicht von der einfachen Kabinenausstattung für den Matrosen mit Stockbett bis zur eleganten Kapitänskajüte. Dabei werden die Möbel, Wand- und Deckenelemente in Lauenburg gefertigt und am Liegeplatz der Schiffe in Seehäfen wie Hamburg, Kiel, Wilhelmshaven, Bremerhaven oder Rostock eingebaut.

Maschinenhalle der Tischlerei Horstmann

Von Lissabon nach Miami

Sogar in Ägypten und auf Gibraltar waren die Handwerker von der Elbe schon auf Montage. „Einmal ist ein Team von uns nach Lissabon geflogen und dort an Bord der „Crystal Serenety“ gegangen; auf der Überfahrt nach Miami wurde dann auf einem Deck in den Kabinen der Schallschutz erstellt; zurück ging es dann mit dem Flieger“, berichtet Monika Horstmann.

Weite Reisen legen auch die Schaufenster-Deko-Möbel zurück, die bei Horstmann für die europäischen COS-Boutiquen des schwedischen Textilherstellers Hennes & Mauritz gefertigt werden. Die Entwürfe kommen aus England, dann sind eine schnelle Umsetzung gefragt und oftmals Überstunden vonnöten, um die mehr als 45 Filialen in den Metropolen Europas und bis Asien zu beliefern.

Großer logistischer Aufwand

Eine umfangreiche Logistik sind die Tischler von der Elbe bei ihrer Arbeit gewohnt. Ihre Produkte müssen stets sicher verpackt werden, ob sie per Spedition den Hof verlassen oder im eigenen Fahrzeug zu einem Großhafen gebracht und in einem Schiff verbaut werden. Selbst für die Kurztransporte der Einrichtungen in der Lauenburger Schlossapotheke oder Theaterkasse oder des Hochglanztresens für die Zahnarztpraxis ist derselbe Aufwand an Vorsichtsmaßnahmen notwendig. Denn die edlen Installationen mit Oberflächen aus Vollholz oder Furnier, mit Intarsien, lackiert oder aus poliertem Mineralwerkstoff werden makellos beim Kunden übergeben und aufgebaut.

www.horstmann-einrichtung.de

Modern: Hinterleuchteter Empfangstresen aus Mineralwerkstoff