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Förderung

Startschuss für „Weiterbildungsbonus Schleswig-Holstein“

Bessere Qualifikation von Beschäftigten

Eine gute Nachricht für alle Beschäftigten, Freiberufler, Inhaber von Kleinstbetrieben und Auszubildenden in Schleswig-Holstein: Das Land zahlt allen, die sich in ihrem Job weiterqualifizieren wollen, die Hälfte ihrer Seminarkosten – bis zu einer Obergrenze von 2.000 Euro. Möglich macht dies das Landesprogramm „Weiterbildungsbonus Schleswig-Holstein", das bis 2020 über einen Topf von sieben Millionen Euro verfügt. Für die Beratung und Antragsbearbeitung sowie die Abwicklung des Förderprogramms ist die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) zuständig.

„Ich bin sicher, dass wir damit einen Qualifizierungsschub auslösen, und genau das ist unser Ziel. Denn Weiterbildung ist und bleibt die erste Antwort auf den Fachkräftebedarf – und damit ein wichtiger Baustein für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes", sagte Arbeitsstaatssekretär Dr. Frank Nägele beim offiziellen Startschuss des Programms in Kiel.

Nachdem der bisherige Weiterbildungsbonus in der vorigen EU-Förderperiode (2007-2014) schon deutlich vor Ablauf ausgeschöpft war, wurden die Förderbedingungen neu justiert: Zukünftig muss der Arbeitgeber bei Weiterbildungen mindestens die Hälfte der Seminarkosten übernehmen. Nägele: „Wir erreichen damit deutlich mehr Förderfälle und setzen zugleich einen klaren Schwerpunkt auf die berufliche Weiterbildung – und auf die bisher sehr erfolgreiche Bildungspartnerschaft zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern."

Mehr Adressaten – breiteres Angebot

Gleichzeitig werde der Weiterbildungsbonus für neue Empfängergruppen und Fallkonstellationen geöffnet. So gilt das Angebot künftig auch für Freiberufler und Inhaber von Kleinbetrieben mit bis zu zehn Mitarbeitern. Die Beschäftigten müssen ihren Arbeits- oder Wohnort in Schleswig-Holstein haben. Und gefördert wird zukünftig auch die Teilnahme an zertifizierten Online-Weiterbildungen.

Nägele appellierte an alle Interessierten, zu prüfen, ob eine Förderung für sie in Frage komme. Hierbei seien aufgrund der notwendigen Abgrenzung zur Bildungsprämie des Bundes feste Kosten-, Einkommens- und Altersgrenzen definiert. So greife der Weiterbildungsbonus erst für Weiterbildungen, die mehr als 1.000 Euro kosten. Allerdings könnten auch günstigere Weiterbildungen gefördert werden, wenn das jährliche Bruttoeinkommen der Förderempfänger über 20.000 Euro liegt, die Antragsteller unter 25 Jahre alt sind oder sie weniger als 15 Stunden in der Woche arbeiten.

Schlankes Verfahren vereinfacht Zugang

„Durch diese passgenaue Abgrenzung zur Bildungsprämie des Bundes ist es gelungen, dass möglichst viele Menschen in Schleswig-Holstein die Förderung beanspruchen können", sagt Frank Latzel, Leiter Arbeitsmarktförderung der IB.SH. Zudem habe man in Schleswig-Holstein ein vergleichsweise schlankes Verfahren entwickelt, um einen möglichst einfachen Zugang zur Weiterbildungsförderung zu gewährleisten.

Bei Weiterbildungsanbietern in Schleswig-Holstein stößt der Weiterbildungsbonus auf großes Interesse. Dr. Detlef Reeker, Geschäftsführer der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein, begrüßt das neue Förderangebot: „Der Weiterbildungsbonus kann im Zusammenspiel mit den Unternehmen im Land wichtige Impulse für die zielgerichtete berufliche Weiterbildung geben." Die Förderung von Fachkräften sei enorm wichtig. Denn wenn diese den Betrieb oder das Land verließen, sei es zu spät.

www.ib-sh.de


Das Landesprogramm Arbeit

Das Arbeitsmarktprogramm der Landesregierung für die Jahre 2014 bis 2020 setzt auf die Sicherung und Gewinnung von Fachkräften, die Unterstützung bei der Integration von Menschen, die es besonders schwer haben, in den ersten Arbeitsmarkt zu kommen und die Förderung des Potentials junger Menschen. Das Landesprogramm Arbeit hat ein Volumen von etwa 240 Millionen Euro, davon stammen knapp 89 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF).

Weitere Informationen zum "Weiterbildungsbonus Schleswig-Holstein" sowie zu Förderkriterien und Antragsunterlagen finden Sie auf der Website der Investitionsbank.

www.ib-sh.de