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Recht

Insolvenzrecht

Fortsetzung einer GmbH nach Insolvenz nicht zulässig

Die Fortsetzung einer aufgelösten GmbH nach Schlussverteilung im Insolvenzverfahren ist nach einer Entscheidung des OLG Schleswig auch dann nicht möglich, wenn sämtliche Gläubiger der Gesellschaft vollständig befriedigt worden sind und das Stammkapital zur freien Verfügung der Geschäftsführung steht.

In seinem Beschluss vom 01.04.2014 (Az.: 2 W 89/13) stellt das OLG Schleswig fest, dass die Fortsetzung einer GmbH nicht allein darauf gestützt werden kann, dass sie noch über Kapital verfügt. Nach dem Gesetz sind nur zwei Fälle vorgesehen, die eine Fortsetzung einer insolventen Gesellschaft ermöglichen: Zum einen bei Einstellung des Insolvenzverfahrens auf Antrag des Schuldners und zum anderen nach Aufhebung des Verfahrens durch Bestätigung eines Insolvenzplans, der den Fortbestand der Gesellschaft vorsieht.

Diese Fortsetzungstatbestände sind nach Auffassung des OLG Schleswig abschließend. Liegen sie nicht vor, scheidet eine Fortsetzung der Gesellschaft aus anderen Gründen nach Abschluss des Insolvenzverfahrens aus.

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