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Wissenschaft & Forschung

Nachwuchswissenschaftler des HZG ausgezeichnet

10.000 Euro für Forschung zum „Wasserstofftank der Zukunft“

Ein Nachwuchswissenschaftler im Institut für Werkstoffforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) hat für seine Doktorarbeit einen mit 10.000 Euro dotierten Preis der Wasserstoff-Gesellschaft Hamburg gewonnen. Der Preisträger, Dr.-Ing. Julian Jepsen, hatte im Februar 2014 an der Helmut-Schmidt-Universität (HSU) in Hamburg promoviert. HZG und HSU kooperieren seit 2010 auf dem Gebiet der Wasserstofftechnologie.

Dr. Julian Jepsen (vorn) bei Wasserstoff-Tests im HZG-Labor.

Wasserstoff steht seit Jahren im Blickpunkt der Wissenschaft, die nach neuen Energiequellen sucht. Ein weiterhin großes Problem ist die Konzentration und Speicherung alternativer Energieträger. Die jetzt ausgezeichnete Arbeit von Julian Jepsen untersucht, inwieweit es zukünftig technisch und wirtschaftlich möglich sein wird, Wasserstoff in Leichtmetallen zu speichern.

Dabei entstehen Leichtmetallhydride, die gegenüber anderen Werkstoffen eine höhere Speicherkapazität für Wasserstoff haben. Das von Dr. Julian Jepsen untersuchte Speichermaterial besteht aus einer Mischung aus Lithium, Bor und Magnesium mit Wasserstoff. Der so gespeicherte Wasserstoff liefert verbunden mit einer Brennstoffzelle Strom.

Netzunabhängiges Versorgungssystem

Die ausgezeichnete Doktorarbeit bildet die Grundlage für ein integriertes Wasserstoff-Tank-Brennstoffzellen-System auf Basis der von Jepsen untersuchten Materialien. Das System wird gemeinsam mit Partnern aus der Industrie und Forschung im vom HZG koordinierten EU-Projekt BOR4STORE entwickelt.

Es bildet den Laborprototypen eines netzunabhängigen Energieversorgungssystems, das für kontinuierlich arbeitende Stromversorgungen, zum Beispiel für die Telekommunikation oder für Inselversorgungen, genutzt werden könnte. Der Start der Testphase des integrierten Systems ist für Frühjahr 2015 geplant.

www.hzg.de 

Integriertes Brennstoffzellensystem

Der Titel der mit „sehr gut” abgeschlossenen Dissertation von Dr. Julian Jepsen lautet: „Technical and Economic Evaluation of Hydrogen Storage Systems based on Light Metal Hydrides“. Der dafür verliehene „Heinz und Joachim Gretz-Promotionspreis“ wurde erstmals anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Wasserstoff-Gesellschaft in der Handelskammer Hamburg vergeben.

Der wissenschaftliche Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums Geesthacht, Prof. Dr. Wolfgang Kaysser, freut sich mit Julian Jepsen über die Auszeichnung: „Voraussetzung für eine Anwendung der Wasserstofftechnologie und Brennstoffzelle im Alltag ist, den Wasserstoff in kompakter und sicherer Form zu speichern. In seiner Doktorarbeit zeigt Julian Jepsen, dass diese Technologie zukunftsfähig ist.“