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Aus- & Fortbildung 1

Fachschule Elektromobilität im BBZ Mölln

Neues Elektrofahrzeug für die Ausbildung

Die Anzahl der Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen nimmt zu. Die Anstrengungen der Industrie, serien- und reichweitentaugliche Antriebsaggregate zu entwickeln, führen zu immer besseren Ergebnissen. Im BBZ Mölln wird an der Fachschule Elektromobilität die zweijährige Vollzeitausbildung zum staatlich geprüften Techniker auf diesem Gebiet angeboten - seit Oktober 2015 dank einer Fahrzeugspende auf noch höherem Niveau.

Der Fuhrpark des Berufsbildungszentrums (BBZ) in Mölln wurde um einen rein elektrisch betriebenen Pkw erweitert. Die BMW-Group (Übergabe durch Autohaus Steen) spendete einen BMW i3 mit modernster Technik. Auszubildenden aus dem Beruf des Kfz-Mechatronikers und die Schüler der Fachschulen Kfz-Technik und Elektromobilität können sich jetzt mit den modernsten technischen Komponenten und deren Funktionen auseinandersetzen.

KFZ-Fachlehrer Thorsten Polenz (li.) und Schulleiter Ulrich Keller sind vom neuen BMW i3 begeistert.


Der BMW i3 ist als Elektrofahrzeug das erste Serienfahrzeug mit einer Fahrgastzelle aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Als Antrieb dient ein lediglich 50 Kilo schwerer Elektromotor mit 125 kW, den BMW selbst entwickelt hat. Der Hybrid-Synchronmotor liefert eine Höchstleistung von 125 kW (170 PS), was einer Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h entspricht. Dabei beschleunigt das Fahrzeug von 0 auf 100 km/h in 7,2 Sekunden.

Der durchschnittliche Energieverbrauch beträgt ca. 12,9 kWh auf 100 Kilometer. Damit wird eine Reichweite von rund 140 bis 160 Kilometer erreicht, die mit einem „Eco Pro+“ genannten Energiesparmodus auf rund 200km erhöht werden kann. In den Straßenverkehr dürfen Lehrer und Schüler des BBZ das Fahrzeug allerdings nicht bringen.

„Wir freuen uns, dass die BMW Group der Kfz-Abteilung des BBZ-Mölln ein so hochwertiges Fahrzeug für unsere Schulungszwecke zur Verfügung stellt und uns damit die Möglichkeit gibt, in dem Bereich der Hochvolt-Technik an einem realen Fahrzeug praxisnah und auf dem Stand modernster Technik zu unterrichten und auszubilden“, sagt Ferdinand Schütt, im BBZ Abteilungsleiter für E-Technik und Kfz-Berufe.

Auch an Zweirädern wie diesem elektrischen Roller wird geschult: Azubi Björn Weindler und Fachlehrer Thorsten Polenz.

Warum diese Technik in der Ausbildung so wichtig ist, spiegelt sich im Lehrplan für die Kfz-Mechatroniker wider. Dort ist innerhalb von insgesamt 14 zu unterrichtenden Lernfeldern vorgeschrieben, dass die Inhalte der Hochvolttechnik in allen Schwerpunkten des Ausbildungsberufes des Kfz-Mechatronikers unterrichtet werden müssen - ganz besonders im Schwerpunkt System- und Hochvolttechnik. Besonders die elektrischen und elektronischen Komponenten und deren Funktionen bilden einen immer größer werdenden inhaltlichen Schwerpunkt.

Die unterrichtsgestaltende Lernsituation soll sich hierbei in sinnvoller Weise an Objekten aus der beruflichen Praxis orientieren. Das ist nur an alltagstauglichen Fahrzeugen möglich. Mit zunehmender Ausbildungsdauer nimmt das Schwierigkeitsniveau mit dem wachsenden Erfahrungswissen der Auszubildenden zu. Dazu erklärt der Fachlehrer für KFZ-Technik am BBZ, Thorsten Polenz: „Deshalb wollen wir die Schüler so früh wie möglich für das Thema Hochvolttechnik sensibilisieren, damit sie Gefahren einschätzen und sicher innerhalb dieses komplexen Themenfeldes handeln können.“

www.fs-elektromobilitaet.de


Lehrinhalte stets auf dem neuesten Stand

Auch in der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung müssen Ausbildungsstätten des Kfz-Handwerks wie das BBZ Mölln immer wieder den neusten Stand der Technik nachrüsten, damit den Auszubildenden die geforderten Inhalte beispielsweise des Lehrgangs Hochvolttechnik vermittelt werden können.

Das BBZ pflegt seit vielen Jahren eine erfolgreiche Lernortkooperation mit der Innung des Kfz-Gewerbes im Kreis Herzogtum Lauenburg. Dieses Engagement fand bereits überregionale Anerkennung. 2012 wurde das Möllner Berufsbildungszentrum vom Zentralverband des Kraftfahrzeughandwerks als beste Berufsschule Deutschlands ausgezeichnet.

„Wir versuchen die Ausbildung inhaltlich und organisatorisch kontinuierlich zu optimieren“, sagt Schulleiter Ulrich Keller und ergänzt nicht ohne Stolz: „Immerhin haben wir in den letzten fünf Jahren zweimal den Besten beim Leistungswettbewerb des Kfz-Handwerks gestellt.“

www.bbzmoelln.de