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Existenzgründung

Investitionsbank-SH informiert im Hause der WFL

„Chefin – Frauen gründen anders“

Wenn Frauen sich selbständig machen, tun Sie dies oft in einer Doppelbelastung aus Familie, Haushalt und eigenem Business. Das macht die Entscheidung schwer. Zu einem Workshop zum Thema Unter­nehmens­gründung für Frauen trafen sich im November im Hause der WFL Existenz­gründerinnen und Unternehmerinnen. Ulrike Kiehne vom Team der Förderlotsen der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB-SH) referierte über Organisatorisches sowie Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten.

Die WFL bot für den Chefinnen-Workshop ideale Voraussetzungen.


Das Seminar in den Räumen der WFL in der Ratzeburger Junkernstraße bot den Teilnehmerinnen einen roten Faden durch die wichtigsten Schritte in der Vorbereitung zur Selbständigkeit bis zu gezielten Förderprojekten. Ist die Entscheidung zur Selbständigkeit erst einmal gefallen, gibt es sehr viele Fragen und Anforderungen: „Soll neben- oder hauptberuflich gearbeitet werden?“, „Wie erstelle ich einen Businessplan und welche Bausteine gehören zum Gründungskonzept?“ oder „Was ist im Gespräch mit den Geldgebern zu beachten?“

Nicht selten fehlen Frauen in ihrem familiären Umfeld Rückhalt und Unter­stützung für ihre Unternehmung. Durch Doppelbelastungen – etwa durch Kinder – wird die Selbständigkeit zudem häufig nur im Nebenberuf ausgeübt. Als erste Anliegen werden dann die Vereinbarkeit mit der Familie sowie die Existenz­sicherung genannt - weniger Gewinnmaximierung und stetes Wachstum. In der Praxis zeigt sich auch, dass Frauen in der Regel vorsichtiger agieren und genau planen. Sie nutzen Netzwerke stärker und informieren sich gern und umfassend.

Existenzgründerin Stefanie Schmidt hat der Workshop motiviert und ermutigt.

Informativ und motivierend

„Ich fand das Seminar sehr informativ und in seiner Durchführung schlüssig“, sagt Teilnehmerin Stefanie Schmidt. Die 42-Jährige lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Mölln.

Nach persönlichen (Grenz-)Erfahrungen mit dem Thema Stress, hat sie sich zur Trainerin für Stressbewältigung und Achtsamkeit ausbilden lassen. Seit September 2015 bietet sie ihr Wissen in einer nebenberuflich-selbständigen Tätigkeit an.

www.achtsam-durchs-leben.de

Franziska Beckmann-Andersen interessierte sich für die Fördermöglichkeiten der IB-SH.

Über den Kontakt zu Michaela Bierschwall, bei der WFL Projektleiterin zum Thema Existenz­gründung, kam die Einladung zum Workshop. Dort nahm Seminarleiterin Ulrike Kiehne alle Geschäftsideen der Teil­­nehme­rinnen auf, ohne diese inhaltlich zu bewerten. Schmidt: „Ich empfand das Seminar als sehr motivierend. Es wurde nichts infrage gestellt und man hatte in der Gruppe das Gefühl, mit seinem Anliegen nicht allein zu sein.“

Vor allem für die verschiedenen Förder­möglichkeiten in der Selbständigkeit interessierte sich eine weitere Teilnehmerin. Franziska Beckmann-Andersen ist Mode­designerin und bereits seit 20 Jahren selbständig tätig: „Ich finde es wichtig, sich immer neu zu orientieren und auszutauschen und wollte mich über die finanziellen Fördermöglichkeiten informieren“, so die Geesthachterin.

www.franziska-beckmann-modedesign.jimdo.com

Beratung und Förderung

So wurde im Seminar von Ulrike Kiehne detailliert auf die Möglichkeiten der verschiedenen Angebote durch die IB.SH hingewiesen. Diese beginnen mit Zuschüssen für Beratung und setzten sich in projektbezogenen Förderungen in Form von Mikrokrediten oder Darlehen in vielen Facetten fort. Der Kontakt zum Team der Förderlotsen lohnt sich für Existenzgründer, Start Up-Unternehmen oder Unternehmer, die Unterstützung für eine innovative Idee brauchen, in jedem Fall. Wirtschaftsförderer wie die WFL vermitteln hier gern und professionell.

Besonders die Möglichkeit der Einzelberatung hilft, detailliert Lösungen für den individuellen Einzelfall zu finden. Das ist besonders in dem Stadium der Geschäftsidee von Wichtigkeit und macht Mut, die weiteren Schritte zu gehen. Dieser Aspekt hat Existenzgründerin Stefanie Schmidt in dem Workshop für Chefinnen besonders gefallen: „Ich fühlte mich ernst genommen.“

IB-SH-Förderlotsin Ulrike Kiehne (li.) aus Kiel und Michaela Bierschwall von der WFL

Zentrales Förderinstitut des Landes Schleswig-Holstein

Die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB-SH) wurde 1991 als Anstalt öffentlichen Rechts gegründet und beschäftigt mehr als 550 Mitarbeiter. Sie bietet neutrale und unentgeltliche Beratung von Gründungs­interessierten, bestehenden Unternehmen und freiberuflich Tätigen über optimale Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten sowie Anforderungen an Gründungs- und Unternehmenskonzepte. Als besonderen Service gibt es die Grün­derinnen­beratung als Regional­vertretung der „bundes­weiten gründe­rinnen­agentur“ (bga). 2014 wurden mehr als 1.000 Gründungsinteressierte sowie gut 1.150 bestehende Unternehmen im Land beraten.

www.ib-sh.de/foerderlotse


Informationsplattform für Existenzgründerinnen

Auf der „Informations­plattform für Existenz­gründerinnen“ gibt es regionale und über­regionale Veranstaltungs­hinweise, Profile und Kontakt­daten von Beratungs­einrichtungen und Netzw­erken, regel­mäßige News zu aktuellen Themen, einen Gründerinnen-Guide (Online-Info- und Lern­programm des BMWi als Hilfe für das Gründungs­konzept) sowie Literatur­tipps, Forschungs­berichte und vieles mehr.

www.existenzgruenderinnen.de