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Förderung

Neues Förderinstrument für KMU

Gezielte Projekthilfe durch die „Einzelbetriebliche Förderung“

Um die regionale Wirtschaftsstruktur im südlichen Schleswig-Holstein zu verbessern und sozialversicherungspflichtige Dauerarbeitsplätze zu sichern oder zu schaffen, können KMU seit Mitte 2015 eine „Einzelbetriebliche Investitionsförderung“ in Anspruch nehmen. Ansprechpartner im Kreis Herzogtum Lauenburg ist die WFL in Ratzeburg.

Die Förderung im Rahmen des „Zukunftsprogramms Wirtschaft" wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) für Vorhaben kleiner und mittlerer Unternehmen in Schleswig-Holstein und im Hamburg-Rand-Raum - auch im Kreis Herzogtum Lauenburg - durchgeführt. Unterstützt werden die Errichtung, Erweiterung, oder Modernisierung/Rationalisierung einer Betriebsstätte, aber auch der Erwerb einer von der Stilllegung bedrohten Betriebsstätte zur Sicherung von Arbeitsplätzen.

Förderfähig sind alle Betriebe des verarbeitenden Gewerbes sowie bestimmte Dienstleistungsbetriebe. Voraussetzung für die Förderung ist ein beihilfefreier Finanzierungsanteil von mindestens 25 Prozent sowie angemessene Eigenmittel von mindestens 20 Prozent der Gesamtinvestitionskosten.

Das förderfähige Investitionsvolumen muss für Erweiterungs- und Errichtungs­vorhaben mindestens 250.000 Euro sowie für Modernisierungs- oder Rationalisierungs­vorhaben mindestens 500.000 Euro betragen. Gebrauchte Wirtschaftsgüter und Grundstücke sind nur bei Existenzgründungen und binnen 60 Monaten danach entsprechend dem zusätzlichen Arbeitsplatzeffekt oder beim Erwerb eines von Stilllegung bedrohten Unternehmens förderfähig, wenn der Erwerb durch einen unabhängigen Investor erfolgt und noch keine öffentlichen Mittel geflossen sind. Der Kreis Herzogtum Lauenburg ist sogenanntes D-Fördergebiet, womit KMU zwischen 10 und 20 Prozent an verlorenen Zuschüssen erhalten können. Unser Kreis ist damit der Einzige der vier direkt an Hamburg anschließenden Kreise, der diese Förderkulissen in Schleswig Holstein anbieten kann.

Neue Arbeitsplätze in der Davidswerft

Betriebe mit mehr als 14 Dauerarbeitsplätzen vor Investitionsbeginn müssen diesen Bestand um mindestens 15 Prozent erhöhen. Bei Errichtung oder Erweiterung einer Betriebsstätte wird die Schaffung von mindestens zwei neuen DAP gefordert. Unter diese Regelung fällt die Davidswerft Boots- und Yachtbau GmbH & Co.KG aus (ehemals) Siebenbäumen mit dem Neubau ihrer Betriebsstätte im Gewerbegebiet Stecknitztal in Alt-Mölln. Nach einjähriger Planung entsteht dort derzeit in direkter Nähe zum Elbe-Lübeck-Kanal und dem Möllner Hafen ein Werftgelände (ca. 4.400 m²) mit Werkhalle inklusive Büroräumen (700 m²) und Winterlagerflächen von 1.000 Quadratmetern für unterschiedliche Bootskategorien.

Die Halle entsteht in großen Schritten.

Das Gelände wurde von der WFL erworben. Mitte Januar 2016 soll der Betrieb seine Arbeit aufnehmen. Das Angebot des Meisterbetriebs für Boots- und Schiffbauhandwerk beinhaltet Holz-, GFK- und Stahlboote bis zu einer Länge von zwölf Metern (Segelschiffe, Motoryachten, Kanus, Ruderboote, Angelboote und Rennruderboote) und umfasst Reparatur, Refit, Restauration, Winterlager sowie Schulungen und Workshops. Zielgruppe sind Bootseigner aus der Region Ratzeburger See, Schaalsee, Ostholstein und Mecklenburg-Vorpommern.

Starkes Team

Im Fundament der neuen Firmenhalle versenkten Editha Cordes und David Konz einen Schiffsanker und eine „Zeitkapsel“.

Zusammen mit Editha Cordes hat Boots- und Schiffsbaumeister David Konz in 2015 seinen Betrieb als GmbH & Co. KG neu gegründet. Während der 28-Jährige die handwerkliche und praktische Seite des Unternehmens leitet, bringt seine Tante ihre jahrelange Erfahrung im kaufmännischen Bereich sowie im Marketing in die Unternehmung ein. Die Begeisterung für das Segeln, für Boote und den Wassersport verbindet das Duo.

„Ab Herbst 2016 bieten wir in unserer neuen Werkhalle Workshops und Fachvorträge an, denn viele Eigner trauen sich kleine Reparaturen und Wartungsarbeiten an ihren Booten nicht zu“, erklärt Editha Cordes. Schnelle Selbsthilfe im Falle kleiner Havarien oder Mängel seien an Bord aber oft ein Thema, doch fehle es manchmal an den entscheidenden Grundlagen und ein paar professionellen Tipps, weiß David Konz. Hier möchte er durch die Vermittlung von gezieltem Know-how Abhilfe schaffen.

In 2016 wird die Davidswerft dann fünf Mitarbeiter (Meister, Kaufm. Leiterin, ein Geselle, zwei Azubis) beschäftigen. Neben der einzelbetrieblichen Förderung der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB-SH) und dem nötigen Eigenkapital haben David Konz und Editha Cordes Förderprogramme der KfW sowie ein Darlehen ihrer Hausbank in Anspruch genommen.

www.davidswerft.de


Fördergelder für neue Arbeitsplätze

Die maximale Fördersumme der einzelbetrieblichen Förderung steht in Korrelation zu der Anzahl geschaffener Arbeitsplätze. So werden für Neubauvorhaben oder Erweiterungen kleine Unternehmen mit maximal 20 Prozent gefördert und mittlere Unternehmen mit maximal zehn Prozent der förderfähigen Investitionskosten. Die Obergrenze liegt bei 35.000 Euro je zusätzlichem Dauerarbeitsplatz (DAP).

Rationalisierungs- oder Moder­nisierungs­vorhaben werden mit maximal zehn Prozent gefördert. Hier liegt die Obergrenze ebenfalls bei 35.000 Euro je gesichertem DAP. Energetische Maßnahmen, insbesondere zur Energieeinsparung, sind nur dann förderfähig, wenn sie nachweislich untrennbar mit einer Qualitätssteigerung und/oder Standardverbesserung verbunden sind.

www.ib-sh.de



Kontakt

Davidswerft David Konz

Telefon: 04501 – 243 13-75 (Fax -76)
Mobil: 0151 – 616 12 114

Email: info@davidswerft.de
Internet: www.davidswerft.de