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Wissenschaft & Forschung

Erweiterung des Helmholtz-Forschungszentrums in Geesthacht

Polymer- und Werkstoffforschung erhalten zwei neue Gebäude

Im Rahmen einer umfangreichen Erweiterung des Helmholtz-Zentrums in Geesthacht (HZG) erhalten unter anderem die Institute für Polymerforschung und Werkstoffforschung je ein neues Gebäude. Bis Februar 2017 sollen die Baumaßnahmen mit einer Investitionshöhe von fast acht Millionen Euro fertiggestellt sein.

Baustart für das Hydrogen Technology Centre (HTC) und Polymer Technology Centre (PTC) war Mitte Oktober 2015. Das gemeinsame Bauvorhaben der Institute für Polymerforschung und Werkstoffforschung (Institutsteil Werkstofftechnologie) schafft eine neue Nutzfläche von rund 930 Quadratmetern. Für die Ausstattung der Labore wurden weitere 1,5 Millionen Euro veranschlagt. In den modernen Laborräumen und Büros werden rund 180 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz haben.

Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht trägt die gesamten Kosten aus Eigenmitteln. Die Investitionen wurden in den Haushalten 2014 und 2015 berücksichtigt. Mit den neuen Gebäuden werde das HZG „fit für die zukünftigen Anforderungen der Werkstoffforschung“ gemacht, erklärte der wissenschaftliche Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums Geesthacht, Prof. Dr. Wolfgang Kaysser. Parallel wird auch das Zentrum für Küstenforschung im HZG ausgebaut. 

Für die neue Hochenergie-Kugelmühle zur Erforschung der Wasserstoffspeicherung wird eine zehn Meter hohe Halle gebaut.


Die Infrastruktur des Helmholtz-Zentrums Geesthacht auf dem mehr als 600.000 Quadratmeter großen Betriebsgelände ist seit der Gründung 1955 stetig erweitert worden. Erst 2010 wurde für rund sieben Millionen Euro ein neues Gebäude errichtet und damit eine neue Anlage für die Magnesiumforschung in Betrieb genommen.

www.hzg.de


Neue Technologien und Hochleistungswerkstoffe

Rund 950 Beschäftigte forschen im HZG in den beiden Themenfeldern Materialforschung und Küstenforschung: Die Wissenschaftler untersuchen Hochleistungswerkstoffe für die Autos und Flugzeuge von morgen oder beschäftigen sich mit dem Thema „Leichtbau“. Dabei entstehen neue Technologien, um zum Beispiel Flugzeugteile gewichtsparender miteinander zu verbinden. Oder neue, leichte Legierungen, zum Beispiel aus Magnesium.

In der Polymer-Forschung werden Materialien und Technologien für Membranprozesse entwickelt, die zu effizienten und umweltfreundlichen Verfahren zur Stofftrennung führen. Die Küstenforschung befasst sich mit Zustand und Wandel der Küstenregionen vor allem in Bezug auf den Klimawandel. Ihre Erkenntnisse sollen für die Gesellschaft Grundlage für Entscheidungen zur Zukunft der Küstenregionen bilden.