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Projekte

Zukunftsprojekt Ausbau Elbe-Lübeck-Kanal

Konjunkturelle Schubkraft für die Region

Der Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals bringt für die Region und besonders das Herzogtum Lauenburg konjunkturelle Schubkraft: Mehr als 130 neue Stellen - hauptsächlich im Ingenieursbereich - für die Dienststelle der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) in Lauenburg und der Schleuse Lüneburg/Scharnebeck sowie die Schaffung eines neuen Studiengangs im Bauingenieurwesen an der Bundeswehruniversität Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg.

Im Bundesverkehrswegeplan wurden 838 Millionen Euro für den Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals vorgesehen und damit ein gigantisches Wirtschaftsförderungsprogramm für die gesamte Region geschaffen. In einem ersten Schritt erhält das WSA Lauenburg 2017 insgesamt 20 neue Stellen - der überwiegende Teil für Ingenieure -, um kurzfristig mit den Planungsarbeiten am Elbe-Lübeck-Kanal beginnen zu können.

Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung in Lauenburg wird mit diesem Beschluss auf längere Zeit erheblich ausgebaut. In der Spitze werden insgesamt 134 Vollzeitkräfte mit den anstehenden Ertüchtigungsmaßnahmen für den Kanal beschäftigt sein. „Bis 2021 werden noch weitere zusätzliche Stellen zu schaffen sein. Und der Ausbau erfolgt nicht nur in personeller Hinsicht“, kommentiert Norbert Brackmann (CDU), Bundestagsmitglied für den Kreis Herzogtum Lauenburg.

Ausbau der WSA-Dienststelle Lauenburg

Um die künftig deutlich erhöhte Zahl der Mitarbeiter unterbringen zu können, soll das Gebäude am Dornhorster Weg einen Anbau erhalten. Weil die Fertigstellung bis zu drei Jahre dauern wird, soll auf dem dortigen Gelände übergangsweise eine Containerlösung geschaffen werden. Brackmann: „Wir wollen aber auf die Infrastruktur des WSA sowohl in personeller als auch technischer Hinsicht zurückgreifen.“

Ein zentrales Wasserstraßenprojekt im Hinterlandverkehr des Hamburger Hafens ist ab 2017 der Neubau der Schleuse Lüneburg/Scharnebeck. Für diese Maßnahme werden weitere 13 Stellen für das Neubauamt Hannover bereitgestellt. Bereits im vergangenen Jahr waren vier Stellen für die Planungsarbeiten am Neubau der Schleuse Lüneburg/Scharnebeck mit Sitz in Lauenburg in den Bundeshaushalt eingestellt worden. Der Neubau der Schleuse ist ein wichtiger Schritt zum Ausbau des Elbe-Seiten-Kanals für die Region und die Wirtschaft insgesamt. Wichtige deutsche Unternehmen haben ihre Fabriken am Mittellandkanal in Niedersachsen. Brackmann: „Somit heben wir das Wachstumspotential des Elbe-Seiten- Kanals in erheblichem Maße und bereiten die Schleuse in Scharnebeck auf die zukünftig steigenden Transportzahlen auf dem Elbe-Seiten-Kanal vor.“

www.wsa-lauenburg.wsv.de

Fotos: Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Lauenburg


Neuer Studiengang im Bauingenieurwesen

Um die bereit gestellten Stellen trotz Fachkräftemangels künftig auch besetzen zu können, wird ein vollständig neuer Studiengang im Bauingenieurwesen an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg geschaffen. Dafür wurden elf Professorenstellen mit entsprechender Ausstattung, wissenschaftlichem sowie Laborpersonal in den Haushaltsetat eingebracht - insgesamt 65 Stellen.

Für die Bundeswehruniversität habe man sich laut Brackmann neben deren exzellenten Ruf vor allem entschieden, weil dort in Trimestern studiert wird. Dadurch seien die ersten Ingenieure mindestens ein Jahr schneller verfügbar sind als an anderen Universitäten. Mit dieser Maßnahme werde dem zunehmenden Mangel an Ingenieuren für die Zukunft entschieden entgegengewirkt. Der Standort Hamburg sei auf Grund der vor Ort benötigten Dienststellen von besonderer Attraktivität für zukünftige Studentinnen und Studenten.

Auch für Angehörige der Bundeswehr ist der Studiengang attraktiv, da er Bewerberinnen und Bewerber aus Nord- und Ostdeutschland ein heimatnahes Bauingenieurstudium ermöglicht. Das Studium wird alle wesentlichen Kompetenzen eines bauingenieurwissenschaftlichen Studiums vermitteln. Schwerpunkte sollen vorrangig im Verkehrswegebau liegen. Dazu gehören die Bereiche Straßen-, Wasserstraßen-, Eisenbahnstraßen- und Brückenbau.

www.hsu-hh.de