Logo WFL

Wissenschaft & Wirtschaft

Erfolgreiches Jahr 2016 für das GITZ

Neue Startup-Unternehmen in Geesthacht

Das Geesthachter Innovations- und Technologie-Zentrum (GITZ) fördert mit Sitz im Kreis Herzogtum Lauenburg die wirtschaftliche Entwicklung speziell auf dem Technologiesektor im südlichen Schleswig-Holstein. Die seit etwa 15 Jahren andauernde Erfolgsgeschichte hat sich auch in 2016 fortgesetzt. Wieder haben sich Startup-Firmen mit einer marktreifen Idee im GITZ auf den Weg in die Selbstständigkeit gemacht.

In den zurückliegenden anderthalb Jahrzehnten sind rund 50 Unternehmen am Standort gestartet. In diesem Jahr wuchs die Belegung des GITZ um weitere fünf Prozent an - auf einer Fläche von nunmehr rund 10.000 Quadratmetern. „Rund 75 Prozent der Räumlichkeiten sind derzeit belegt. Es gibt aber Gespräche mit vier weiteren Bewerbern“, so GITZ-Geschäftsführer Dr. Rainer Döhl-Oelze.

21 Millionen Euro Umsatz in 2015

„Die Erfolgsgeschichte des GITZ ist die erfolgreiche Entwicklung der Unternehmen in unserem Hause“, sagt Döhl-Oelze. Das diese Begleitung der Startups nicht nur logistisch und infrastrukturell sehr professionell ist, belegen die Zahlen: Derzeit arbeiten im GITZ rund 140 Mitarbeiter in 17 Unternehmen. 2015 erwirtschafteten diese Firmen einen Umsatz von rund 21 Millionen Euro. Die Stadt Geesthacht freute sich über etwa 350.000 Euro Gewerbesteuer.

Im kommenden Jahr wollen sich mehrere neue Firmen vom GITZ aus in ihren Märkten etablieren. In einer inhaltlichen Erweiterung wollen die Technologiezentren ihr Spektrum künftig erweitern und auch Kreative ansprechen. Zwei der Neuen im GITZ stellen wir vor:

Neshtec U.G

Dipl. Ing. Torsten Lübke von Neshtec entwickelt hochwertige Module für Photovoltaikanlagen.

Die Neshtec U.G wurde 2010 von den Ingenieuren Torsten Lübke und Hartmut Hintze gegründet. Ziel war, einen aktiven Beitrag zum 100%igen Einsatz erneuerbarer Energien, insbesondere der Photovoltaik, zu leisten. Der Firmenname NESHTEC steht für „Neue Energien aus Schleswig Holstein“ und „Technologie“

Dabei lag der Fokus auf der Entwicklung eines eigenen bifacialen Solarmoduls, dessen Wirkungsgrad durch die Nutzung der Rückseite um bis zu 25% gesteigert werden kann und der Entwicklung einer speziellen flexiblen Verschaltungsfolie, mit der sogenannte Rückkontakt Solarzellen (MWT, IBC Solarzellen) elektrisch verbunden werden können. „Wir wollen nach den erfolgreichen Prototypentests unsere eigenen Solarmodule standortnah produzieren und vertreiben beziehungsweise projektieren“, so Torsten Lübke.

Rückseitenkontaktierte Solarmodule

Am Standort Geesthacht soll im GITZ künftig das Material der strukturierten Verschaltungsfolien für rückseitenkontaktierte Solarmodule bearbeitet werden. Lübke: „Im Rahmen einer Kooperation mit dem Helmholtz-Zentrum ist ein Verfahren geplant, bei dem mit unseren bifacialen Solarmodulen Wasserstoff als Speichermedium erzeugt werden soll. Dies soll ein Gegenentwurf zur derzeit noch unzureichenden Möglichkeit sein, regenerative Energie zu speichern und bei Bedarf zu ergänzen.“

Im Rahmen eines Ausbildungsprogramms ist der Aufbau eines Schulungszentrums geplant, um zukünftige Ingenieure und Techniker aus Entwicklungs- und Schwellenländern Schritt für Schritt an die Fertigung von eigenen Solarprodukten heranzuführen.

Matthes Grafik

Grafik-Designer Ulf Matthes setzt die Vorstellungen seiner Kunden in exklusive künstlerische und kommunikations­technische Produkte um.

Die MatthesGrafik von Ulf Matthes wird höchstwahrscheinlich zur „WortBilder GmbH“. Der seit 1980 selbständige Grafik-Designer ist im Juni 2016 ins GITZ eingezogen und tüftelt noch am neuen Firmennamen.

„Der Entschluss zur Gründung basiert auf meinen Erfahrungen, Ausbildungen und meiner Sicht auf die Marktlage“, so Matthes. Das Angebot richte sich an Kunden, die „etwas kommunizieren möchten“. Das könne ein Traum, eine Geschichte, eine Idee, eine Erkenntnis, eine Erfindung oder ein Handelsprodukt sein, erklärt der Kreativkopf.

Unbegrenzte Vielfalt an Materialien und Techniken

„Nach Klärung der Form- und Veröffentlichungsziele werden die Informationen von meiner Firma aufgearbeitet, gestaltet und in gewünschter Form veröffentlicht.“ Dabei sind sowohl die Materialien in ihrer Vielfalt als auch die einzusetzenden Techniken unbegrenzt. Ulf Matthes beschreibt das so: „State of the Art der Kommunikationstechnik plus dazu das komplette Handwerk der bildenden Künste.“

Dabei bekommt - wer die Verwirklichung seiner kreativen Wünsche oder künstlerischen Vorstellungen in die Hände von Ulf Matthes legt - ein Gesamtpaket geliefert. Vom Entwurf bis zur Ausführung werde im Ergebnis größter Wert auf die Gesamtschau der künstlerischen und kommuni­kationstechnischen Möglichkeiten gelegt. Mit jahrzehntelanger Kreativ- und Technikerfahrung im Bereich des Computerdesigns will Matthes „das wunderbare traditionelle Handwerk mit den fantastischen Möglichkeiten des Computers verbinden“.

www.gitz-online.de


Partnerschaften zwischen Wirtschaft und Wissenschaft

Die Aufgaben des GITZ per Eigendefinition:

  • Wir bieten eine technologieorientierte, innovative und existenzgründerfreundliche Atmosphäre.
  • Wir beraten im Vorfeld der Gründung, betreuen Gründungsprozesse und stellen die erforderliche Infrastruktur an Gründungswillige zur Verfügung.
  • Wir fördern aktiv den Wissenstransfer und schöpfen systematisch die Innovationspotenziale der Region aus.

Sechs Gesellschafter begleiten die tägliche Arbeit des GITZ mit dem erklärten Ziel, die Forschungs- und Technologiepotenziale in der Region zu erschließen. Das bisherige Ergebnis ist eine Erfolgsgeschichte für das GITZ, vor allem aber für die dort ansässigen jungen Unternehmen.

GITZ-Gesellschafter:

  • Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Kreis Herzogtum Lauenburg mbH (WFL)
  • Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg
  • Stadt Geesthacht
  • Helmholtz-Zentrum Geesthacht (Zentrum für Material- und Küstenforschung GmbH)
  • IHK zu Lübeck
  • Commerzbank AG

Kontakt

GITZ GmbH

Max-Planck-Straße 2
21502 Geesthacht

Telefon: 04152-889-0
Telefax: 04152-889-109
Email: info@gitz-online.de