Logo WFL

Messe "energiewende!" in Geesthacht

Marktplatz und Konferenz zu erneuerbaren Energien

Eine nachhaltige und bezahlbare Energieversorgung aus erneuerbaren Energien zur Begrenzung des Klimawandels – das ist das Ziel der Organisatoren der Messe "energiewende!" vom 24. bis 26. August 2012 in Geesthacht. "Klein aber fein" soll der Marktplatz und das Konferenzprogramm mit hochkarätigen Referenten sein, die erstmals vom Forum Kultur & Umwelt in Mölln in Kooperation mit der Stadt Geesthacht im Herzogtum Lauenburg organisiert werden. Besucher sollen in den drei Tagen Antworten auf die zentrale Frage finden: "Wie kann ich zukünftig Energie sparen und gut leben?"

Dafür braucht es "insbesondere dezentrale Versorgungsnetze und aufgeklärte, gut informierte Verbraucher, die wissen, wo sie im eigenen Haushalt Energie und Kosten ohne Komfortverlust sparen können", sagt Hans-Heinrich Stamer vom BUND. Insgesamt 30 Verbände, Organisationen und Privatpersonen unterstützen die Veranstaltung, die unter der Schirmherrschaft von Energiewende- und Umweltminister Dr. Robert Habeck steht, sowie den besonderen Anspruch der "energiewende!".

Messegelände Menzler-Werft-Platz
Messegelände Menzler-Werft-Platz

Dieser liegt in der Reduzierung auf ein überschaubares Angebot, ohne dabei Abstriche in puncto Produktvielfalt zu machen. Besucher erhalten "auf kurzen Wegen" einen Überblick zu den verschiedenen Themen und technischen Lösungen. Ein beachtlicher Mehrwert zum konventionellen Messegeschehen ist die Energiekonferenz auf dem Messegelände "Menzer-Werft-Platz" in Elbnähe sowie an verschiedenen Orten der Stadt Geesthacht.

Die Vorträge informieren zu den Themen "Energieeffizienz und Klimaschutz im Betrieb", "Energiewende und Zukunftsfähigkeit", "Kommunale, dezentrale Energieversorgung!" und "Energiekonzepte für Jedermann". Auch für Schulen gibt es ein eigenes Programmangebot.

Markt der Möglichkeiten

Außerdem präsentieren auf dem Freigelände Verbände, Vereine sowie gemeinnützige und ehrenamtliche Organisationen auf einem "Markt der Möglichkeiten" Beiträge zum Thema. Diese richten sich nicht nur an Fachleute sondern die ganze Familie und zeigen Beispiele, wie die Energiewende in den eigenen vier Wänden oder in der Kommune realisiert werden kann. Kreative Aktionen für Familien mit Kindern und Jugendgruppen laden zum Mitmachen ein. Ein Experimentier-Parcours zeigt spielerisch die Wirkungsweisen und Möglichkeiten neuer Energien.

Dabei betritt die Messe "energiewende!" Neuland. Nördlich der Elbe hat es laut Veranstalter in der gesamten Region eine Messe zum Thema Erneuerbare  Energien noch nicht gegeben. Nur durch die Elbe von Niedersachsen getrennt und vor den Toren Hamburgs werde nicht nur die Metropolregion erreicht, sondern das gesamte Umfeld im ländlichen Raum. Hier gibt es einen Anteil an Hausbesitzern von mehr als 50 Prozent und einen Bedarf an Beratung und Produkten. Mit den ansässigen Fachbetrieben, die entweder selbst ausstellen oder als Besucher auf der Messe sind, sollen nachhaltige Synergien erzielt werden.

Unter den Ausstellern sind regionale wie überregionale Firmen aus Bereichen wie Solartechnik, Energiespeicherung und Energieeffizienz, Festbrennstofftechnik, Wärmetauscher und Kleinwindanlagen. Hinzu kommen Dienstleistungen wie Energieberatung, Einblastechnik, Erdsondenbohrungen, Trockenlegung von Wänden und vieles mehr.

Kommunale Energieversorgung

Für die Messeorganisatoren kommt Geesthacht als größter Nuklear- und Energiestandort Norddeutschlands eine besondere Rolle in der Energiewende zu. Diese Herausforderung werde bereits angenommen, was unter anderem der Bau des größten Akkumulatoren-Werkes Europas durch die ECC Repenning GmbH (siehe WFL-Newsletter Mai) sowie die Aktivitäten des Helmholtz-Zentrums zeigen, wo beispielsweise Leichtbau-Materialien für die Verkehrs- und Energietechnik entwickelt werden, die zum Energiesparen beitragen.

Doch damit – so die Messeveranstalter – sei die Energiewende noch nicht gemeistert. "Erst wenn viele Menschen der Region mitmachen, kann eine Energiewende wirklich vollzogen werden", ist Stamer überzeugt. Und genau hier setzt die Veranstaltung an: "Eine aufgeklärte Gesellschaft hat keine Angst mehr vor Veränderung, sondern macht sich auf einen neuen Weg", sagt beispielsweise Franz Alt. Der preisgekrönte Philosoph, Journalist, Fernsehmoderator und Buchautor ist mit seinem Festvortrag der Höhepunkt der Messe begleitenden Konferenz. Ein Themenblock wird sich mit der "Kommunalen Energieversorgung" auseinandersetzen und interessante Kontakte zu Vertretern der Kommunen sowie zu Land- und Energiewirten bieten.

„Deutschland ist erneuerbar. Europa ist erneuerbar. Die Welt ist erneuerbar. Es gibt kein einziges Land auf dieser Erde, das sich nicht zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie versorgen kann. Darum: Bürger, zur Sonne, zur Freiheit!" Franz Alt

Die energiewende! Geesthacht 2012 will globale Möglichkeiten, politische Herausforderungen, regional und bürgerlich erforderliches Engagement und die damit verbundenen Chancen für die Zukunft aufzeigen. Mit dem in die "Hall of Fame" der German Speakers Association (GSA) aufgenommenen Franz Alt soll das Publikum begeistert und überzeugt werden.

Franz Alt auf der "energiewende!"

Start des ersten Messetages sowie des Konferenzprogramms ist am Freitag, 24. August 2012, um 10 Uhr. Die letzte Veranstaltung des Tages ist um 19.30 Uhr der Festvortrag von Franz Alt mit dem Titel "Nachhaltige Energiewende für die Welt".

Dr. Franz Alt

Die Vorträge der insgesamt fünf Themenreihen gehen bis Sonntag um15 Uhr. Dann spricht Hartmut Bödecker vom Genossenschaftsverband Rendsburg über „Genossenschaften – ein Erfolgsmodell“.
Das vollständige Programm sowie weitere Informationen zur Messe, zu Vorträgen, Veranstaltern, Veranstaltungsort, Anfahrt und den Referenten sowie die Publikationen von Dr. Franz Alt finden Sie unter den folgenden Links im Internet:

www.energiewende-messe.de
www.kultur-umwelt.de
www.sonnenseite.com