Logo WFL

GITZ sichert Standort für Hightech-Unternehmen

Neues Gebäude für die Produktion von Röntgen-Optiken

Weit mehr als 200 Gäste kamen am 23. Mai 2014 zur Einweihung des 4. Bauabschnitts des Geesthachter Innovations- und Technologiezentrums an der Max-Planck-Straße in Geesthacht. In nur zehn Monaten wurde der Neubau mit einem Investitionsvolumen von rund 5,5 Millionen Euro planmäßig zum April fertiggestellt. Aber nicht nur der Zeitplan sondern auch der geplante Kostenrahmen wurde eingehalten. Das moderne Büro- und Produktionsgebäude mit fast 4.200 Quadratmetern Nutzfläche bezieht das Technologieunternehmen incoatec.

Der neue incoatec-Firmensitz im GITZ.

Die zwei geschäftsführenden Gesellschafter von incoatec, die früher im benachbarten Helmholtz-Forschungszentrum tätig waren, wollen nun die Produktion von Röntgen-Optiken ihres Unternehmens weiter ausbauen. Um die technischen Rahmenbedingungen für die Herstellung der produzierten Hochtechnologie-Spiegel zu optimieren, investierte incoatec zusätzlich mehr als eine Million Euro. Fast 50 Mitarbeiter sind in das neue Gebäude eingezogen – und man will weiter wachsen. Mit seinen variablen Flächen bietet das GITZ nun das gesamte Spektrum vom kleinen Start up-Büro für Existenzgründer bis zur Hightech-Produktionsfläche eines weltweit tätigen Unternehmens.

Der Vorsitzende der GITZ-Gesellschafterversammlung und Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises (WFL) Werner Hesse unterstrich die Bedeutung des Technologiezentrums für die nachhaltige Entwicklung des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes Geesthacht. Mehr als 30 Unternehmen hätten seit der Eröffnung die Start up-Unterstützung des GITZ genutzt. In dem öffentlich geförderten ersten Bauabschnitt gehört die Fluktuation von Unternehmen zum Konzept. Es sei sehr erfreulich, dass sich mit incoatec ein international agierendes Hightech-Unternehmen an den Standort gebunden habe.

 

Gäste bei der Einweihung (v. li.): Prof. Wolfgang Kaysser vom HZG, Staatssekretär Dr. Frank Nägele, Dr. Rainer Döhl-Oelze vom GITZ, Werner Hesse von der WFL, Dr. Jörg Wiesmann von der Incoatec GmbH und Dr. Lutz Brügemann von Bruker AXS.

GITZ berät und begleitet junge Technologieunternehmen

In unmittelbarer Nachbarschaft zum größten Forschungszentrum des Landes, dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG, früher GKSS), wurde das GITZ vor gut zwölf Jahren eröffnet und sorgt seitdem für die Verknüpfung von richtungweisender Wissenschaft und profitabler Wirtschaft. „Im HZG wird durch öffentlich finanzierte Forschung Wissen produziert. Bei uns im GITZ wird dieses Prinzip quasi umgekehrt“, erklärte Geschäftsführer Dr. Rainer Döhl-Oelze. In kreativer Atmosphäre machten ehemalige Forscher im GITZ ihr innovatives Wissen zu Geld. Döhl-Oelze: „Als verlängerter Arm der regionalen Wirtschaftsförderung beraten wir Jungunternehmer in allen Fragen und bieten ihnen eine vorläufige Heimat.“

Die nötige Infrastruktur vom Internetzugang bis zur zentralen Empfangslobby wird den Start up-Unternehmen vom GITZ gestellt. Die Existenzgründer sollen und können sich ganz auf ihr Geschäft konzentrieren. „Je schneller die Ergebnisse der Spitzenforschung zu greifbaren Produkten werden, desto sicherer wird das Geschäft auch hierzulande gemacht“, so Döhl-Oelze. „In diesem Sinne bauen wir mit unseren Partnern weiter an der Zukunft.“

Rund 11.500 Quadratmeter Büro-, Labor- und Produktionsfläche stehen innovativen jungen Unternehmen im GITZ zur Verfügung. Anfang 2002 war das Technologiezentrum auf 2.400 Quadratmetern gestartet, um vielversprechende Existenzgründer und junge Unternehmen in deren Entwicklung durch Dienstleistungen und Räumlichkeiten zu unterstützen. Das Konzept ging auf. Die Erfolgsquote der Unternehmen im Technologiezentrum liegt über 90 %. Mit rund 240 Mitarbeitern wurde im letzten Jahr ein Gesamtumsatz von etwa 21 Millionen Euro generiert.

www.gitz-online.de

 

Erfolgsgeschichte incoatec GmbH

Die incoatec GmbH, ein Beispiel für eine erfolgreiche Ausgründung aus dem benachbarten HZG, baut Spiegel, mit denen sich Röntgenlicht für die Materialanalytik bündeln lässt. Hochgenaue Beschichtungstechnik ist das Geheimnis dieser ungewöhnlichen Optiken, die bei DESY in Hamburg und anderen Forschungslaboren weltweit zum Einsatz kommen. Seit dem Tage des Einzugs ins GITZ mit 4 ehemaligen Wissenschaftlern und Technikern ist das Unternehmen auf heute gut 50 Mitarbeiter gewachsen - und incoatec will noch größer werden.

Erfolgsgeschichte GITZ

Das Geesthachter Innovations- und Technologiezentrum wurde im Jahr 1999 von den sechs Gesellschaftern (Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Kreis Herzogtum Lauenburg, Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg, Helmholtz-Zentrum Geesthacht, Stadt Geesthacht, IHK zu Lübeck, Commerzbank) gegründet. Die Gesellschaft hat es sich zum Ziel gesetzt, die in der Region vorhandenen Forschungs- und Technologiepotenziale für die Wirtschaft nutzbar zu machen, wissenschaftliche Erkenntnisse in neue Produkte und Dienstleistungen überführen zu helfen und so neue hochwertige Arbeitsplätze in der Region zu schaffen.