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Unternehmen

M.S. Aufzüge in Möhnsen

Vom Ein-Mann-Unternehmen zur Liftfabrik

Als Matthias Schernikau 1999 im Gewerbegebiet Lanken als frisch gebackener Metallbaumeister anfing, war sein Betrieb ein Ein-Mann-Unternehmen. Im April 2016 hat M.S. Aufzüge nach fast zwei Jahren Bauzeit die neue Betriebsstätte in Möhnsen bezogen. In dem großen Bürotrakt und der Fußballfeld großen Halle arbeiten heute rund 100 Mitarbeiter in den Sparten Neuanlagenbau sowie Service und Wartung. Das 5,5 Millionen Euro teure Gebäude wurde vom „Zukunftsprogramm Wirtschaft“ der EU gefördert.

Das neue Domizil der M.S. Aufzüge in Möhnsen

Wer im beschaulichen Möhnsen in die Bahnhofstraße einbiegt, wird durch Dimension und Modernität der neuen Betriebsstätte von M.S. Aufzüge in Erstaunen versetzt. Nur durch einen kleinen Graben vom Sachsenwald getrennt erheben sich Bürotrakt und Produktionshalle mit Parkplatz und Außenanlagen wie in einem modernen Hamburger Gewerbegebiet.

Foyer im neuen Bürogebäude

Auch in den Gebäuden geht das Staunen weiter. Viel Platz und Raum sowie Materialien, wie sie auch in den Aufzügen der Firma verbaut werden. „Wir wollten bei unserem Neubau eine klare und inspirierende Architektur und auf das verweisen, was wir unseren Kunden verkaufen“, erklärt Matthias Schernikau dazu. Das bedeutet viel Stahl und andere Metalle, aber auch Glas, Holz und Stein in verschiedenen Facetten. Den mit weißem Glas verkleideten, mobilen Lift im Foyer baute M.S. Aufzüge für den Messestand von Porsche auf der jüngsten IAA in Frankfurt 2015. Zum Einsatz kam der Aufzug einmal: Für eine Fahrt mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Individuelle, hochwertige Lösungen für jeden Kunden sind das Tagesgeschäft. „Im Prinzip ist jeder Aufzug ein Einzel­stück“, sagt Matthias Schernikau. Mit seinen Kunden guckt er aber nicht nur von Fall zu Fall, was Gebäude, Materialien und Platzangebot am Installationsort für einen Lift vorgeben. „Es muss nicht immer das Teuerste sein; je nach Budget schauen wir gemeinsam, was geht“, so der 46-Jährige. Dabei sind ihm klare Kommunikation, Verlässlichkeit und Vertrauen wichtig.

Matthias Schernikau zeigt die ausfahrbare Rampe eines Aufzuges für den Hamburger Hafen.
Die neue Produktionshalle mit viel Tageslicht.

Diese Ansicht wird geteilt. Mehr als 1.500 Kunden in ganz Norddeutschland zählt das Unternehmen und verzeichnete zuletzt einen Jahresumsatz von rund zwölf Millionen Euro. 80 bis 90 Aufzugsanlagen werden von M.S. Aufzüge im Jahr gebaut. Im Schnittpunkt von B404 und A24 liegt die neue Betriebsstätte verkehrstechnisch günstig. Der Erfolg sei, so Schernikau, gerade als mittel­stän­discher Betrieb in der Branche keine Selbstverständlichkeit. So ist das neue Domizil für den gebürtigen Hamburger, der in Schönberg aufgewachsen ist, auch eine Botschaft an den Markt: „Ich wollte den Mitarbeitern und Kunden zeigen, dass wir auch für die Zukunft noch Visionen haben und Perspektiven.“

Matthias Schernikau mit Chefkonstrukteur Dipl. Ing. Frank Platzek

Neben den Bürokräften (Back Office, Vertrieb etc.), derzeit 16 Mitarbeitern in der Werkstatt, rund 25 Kunden­dienst­monteuren und etwa 20 Neu­anlagen­monteuren gewinnt die Abteilung Konstruktion und Sicherheit zunehmend an Bedeutung. Je fünf Konstrukteure und technische Zeichner sowie zwei Mitarbeiter für die Dokumentation der gesamten Anlagen gewährleisten alle nötigen (europäischen) Zulassungen vor allem im Sicherheitsbereich.

Beeindruckend sind die riesigen Glasfronten in der Produktionshalle, die ein Arbeiten bei Tageslicht ermöglichen. Ein aktuelles Projekt mit besonderem Schwierigkeitsgrad ist ein Aufzug für ein Gebäude im Hamburger Hafen. Damit aus einer schwankenden Barkasse direkt auf eine ausfahrbare Plattform vor dem Lift getreten werden kann, passt sich diese dem Tidenhub der Elbe an. Dafür misst ein Sensor permanent den Wasserstand. Einfacher aber noch prestige­trächtiger war da die Restauration eines anderen Lifts der Hansestadt: der Aufzug im Hamburger Michel.

www.liftfabrik.de


Mit ganzem Herzen geradeaus

Es fing vergleichsweise klein an. Ohne eigenes Kapital kaufte Matthias Schernikau 1999 von der WFL im Gewerbegebiet Lanken eine alte Panzerhalle. Er hatte sein Lehramts­studium abgebrochen, Konstruktions­techniker gelernt und nun den Meisterbrief als Metallbaumeister in der Tasche, obwohl alle seine Brüder Tischler geworden waren.

Zuerst arbeitete er als Subunternehmer und konstruierte Aufzugsschächte. 2001 baute er seinen ersten eigenen Aufzug und die Weichen waren gestellt. 2002 kam mit der Supermarktkette Rewe der erste große Kunde im Bereich Wartung und Betreuung von Aufzügen. Diese Sparte wurde zweites Standbein. Das Unternehmen wuchs.

„Mein persönliches Rezept ist, nicht nach links und rechts zu schauen, sondern den eigenen Weg zu gehen - mit ganzem Herzen“, sagt Matthias Schernikau. Diese Authentizität spiegelt sich auch im Verhältnis zu seinen Mitarbeitern wider. Jeder dürfe seine Meinung sagen und niemand bekomme mehr oder weniger Respekt aufgrund seiner Stellung. „Was wir bis hierher geschafft haben, ist auch der Verdienst der Mitarbeiter“, so Schernikau.

Bei Einstellungsgesprächen sei ihm wichtig zu spüren, „dass jemand will“. Dann seien Zeugnisse zweitrangig. Auch mit Quereinsteigern – Land­maschinen­mechaniker, Zimmerer oder Tischler – hat er gute Erfahrungen gemacht. Von sich selbst sagt der Vater zweier erwachsener Söhne; „Ich bin ein Mensch, der sehr gern Verantwortung abgibt; daran krankt das Handwerk: Verantwortung abgeben und leben lassen - mit allen Konsequenzen, auch wenn Fehler passieren.“ Nur dann könne man erwarten, dass die Mitarbeiter Verantwortung auch leben. Schernikau: „Das ist die Basis dafür, dass wir so wachsen konnten.“


Klare Haltung: Firmenchef Matthias Schernikau

Kontakt

M.S. Aufzüge
Matthias Schernikau GmbH

Bahnhofstraße 4, 21493 Möhnsen

Telefon: 04159-37599-00
Mobil: 0178-838 49-11

Email: m.schernikau@liftfabrik.de