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Veranstaltung

WFL-Unternehmerfrühstück bei ATR Ratzeburg

„Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt“

Für Unternehmen, die neue Mitarbeiter suchen, rückt die Beschäftigung von Flüchtlingen in den Fokus. Die „Interkulturelle Entwicklung“ und besonders der Aspekt der Integration von Migranten ins Arbeitsleben war Anfang März beim jüngsten WFL-Unternehmerfrühstück beim ATR Landhandel in Ratzeburg ein Thema.

Beim „Frühstück mit Mehrwert“, zu dem die WFL in regelmäßigen Abständen Unternehmer einlädt, stellte ATR-Geschäftsführer Ludwig Striewe seinen Betrieb vor. Für das Referatsthema des Tages „Zukunftsfähig mit Vielfalt – Interkulturelle Öffnung in der Personalführung“ referierte Astrid Willer vom Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein/IQ Netzwerk SH, Projekt „diffairenz“. „IQ“ und das gleich­namige Programm stehen dabei für „Integration durch Qualifizierung“.

Astrid Willer gab einen Einblick in die verschiedenen Inhalte und Möglichkeiten für Unternehmen und wie interkulturelle Entwicklung stattfinden kann. So bietet das IQ-Teilprojekt „diffairenz“ Schulungen zum Thema „Interkulturelle Öffnung und Antidiskriminierung“. Interkulturelle Kompetenzen sind demnach un­ver­zicht­barer Bestand­teil des professionellen Selbstverständnisses aller Betriebe und Institutionen in einer Einwanderungsgesellschaft.

Des Weiteren gehört zur „Professionalität der einzelnen Mitarbeiter“ bei­spiels­weise berufsrelevantes Wissen über Rechtsfragen der Migration, einen reflektierten Umgang mit Vorurteilen und eine adäquate Reaktion auf Hürden bei der Kommunikation in deutscher Sprache.

Gleichzeitig sind Betriebe und Institutionen auch als Organisationen gefragt. Ob es um Fragen der mehrsprachigen Beschilderung in einem Amt geht, um inner­betriebliche Regelungen zu Freistellun-gen wegen religiöser Feste oder um Möglichkeiten, Arbeits- oder Ausbildungsplätze für Migrantinnen und Migranten attraktiver zu machen: Überall geht es um strukturelle Veränderungen im Sinne interkultureller Kompetenzentwicklung, wobei „diffairenz“ unterstützt.

www.iq-netzwerk-sh.de/ir/handlungsschwerpunkte


IQ Landesnetzwerk Schleswig-Holstein

Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung" zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeits­markt­integration von erwachsenen Migranten ab. IQ befindet sich seit dem 1. Januar 2015 in einer neuen Förderphase. Das IQ Netzwerk Schleswig-Holstein wird in Trägerschaft des Flüchtlingsrates Schleswig-Holstein e.V. und des Paritätischen Wohl­fahrts­verbands Schleswig-Holstein e. V. koordiniert.

Der Flüchtlingsrat SH engagiert sich seit 2005 mit dem Projekt access im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative EQUAL für die Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten. Seit 2011 wird er vom Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ gefördert, zunächst im Verbund Hamburg/Schleswig-Holstein, seit 2013 als Koordinierungsstelle des Landes­netzwerks Schleswig-Holstein.

Das Programm IQ wird in den ersten beiden Handlungsschwerpunkten aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundes­agentur für Arbeit (BA). Der dritte Handlungsschwerpunkt wird aus Bundesmitteln finanziert.

www.iq-netzwerk-sh.de