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Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt im Kreis Herzogtum Lauenburg im Mai 2017

Niedrigste Arbeitslosenquote seit
20 Jahren

Mit 5.500 arbeitslosen Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg sank die Arbeitslosenquote im Mai 2017 auf aktuell 5,4 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit der ersten Erhebung der Arbeitslosendaten auf Kreisebene im Jahr 1997. Bundesweit sank die Arbeitslosenzahl im Mai um 71.000 auf 2.498.000. Das sind 166.000 weniger als ein Jahr zuvor und 0,2 Prozentpunkte weniger als im April 2017. Für Deutschland liegt die aktuelle Arbeitslosenquote damit bei 5,6 Prozent.

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Kreis Herzogtum Lauenburg hat sich auch im Mai fortgesetzt. Gegenüber April sank die Zahl arbeitsloser Menschen um 0,1 Prozentpunkt auf 5.500. Damit waren gegenüber dem Vormonat 136 Menschen weniger auf Jobsuche. Im Mai 2016 waren im Kreis Herzogtum Lauenburg noch 5.809 Menschen und damit 309 mehr arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug seinerzeit 5,7 Prozent und lag damit um 0,3 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.

Im Mai 325 neue Stellen im Kreis

„Die Unternehmen schaffen neue Jobs und suchen Personal. Sie haben uns allein in diesem Monat 325 neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, ein neuer Höchstwert für einen Mai“, kommentiert Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe die aktuellen Arbeitsmarktdaten für das Lauenburgische. Bedarf an Mitarbeitern gibt es besonders im verarbeitenden Gewerbe, Baugewerbe, Handel, im Gesundheitsbereich sowie der Leiharbeit. Die Suche nach ausgebildeten Fachkräften stellt die Unternehmen zunehmend vor Herausforderungen. Grote-Seifert: „Zum Beispiel sind Elektroniker, Anlagenmechaniker oder Pflegefachkräfte nur sehr schwer zu finden.“

Unternehmen sollten deshalb verstärkt auf Ausbildung und Qualifizierung setzen. Ein Baustein ist die duale Ausbildung junger Menschen, in der sich viele Betriebe bereits stark engagieren. Aber auch die Weiterbildung eigener ungelernter Mitarbeiter im Unternehmen bietet Chancen. Hierbei unterstützt die Agentur Firmen über das Programm „Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter Arbeitnehmer in Unternehmen (WeGebAU)“. Grote-Seifert: „Werden ungelernte Arbeitnehmer zu einem Berufsabschluss geführt, können wir uns an anfallenden Lehrgangskosten und Fahrkosten beteiligen oder Zuschüsse zu Lohnkosten bei qualifizierungsbedingten Ausfallzeiten gewähren.“

Förderprogramm für „Kleinstunternehmen“

In diesem Zusammenhang weist die Agenturchefin darauf hin, dass das Förderprogramm zum Jahresbeginn 2017 für Kleinstbetriebe mit bis zu neun Mitarbeitern ausgeweitet wurde. Diese hätten es im Wettbewerb bei der Suche nach qualifiziertem Personal besonders schwer. Bei der Ausbildung eigener Mitarbeiter kann die Agentur die Weiterbildungskosten über das WeGebAU-Programm jetzt vollständig übernehmen.

Unternehmen, die sich für das Förderprogramm interessieren, sollten sich direkt an ihren Ansprechpartner im Arbeitgeber-Service wenden oder den Arbeitsgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter über die kostenfreie Service-Nummer 0800 - 4 55 55 20 kontaktieren.

www.arbeitsagentur.de


Ausbildungsmarkt

Drei Monate vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres waren im Kreis Herzogtum Lauenburg im Mai 418 von den 875 gemeldeten Ausbildungsstellen noch nicht besetzt. Das betraf nahezu alle Bereiche, besonders viele Handwerksberufe, die Gastronomie sowie den Handel und kaufmännische Berufe. Bislang noch nicht erfolgreiche Jugendliche sollten deshalb die Ausbildungssuche nicht aufgeben.

Im Mai waren 532 junge Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg noch auf Ausbildungssuche. Jugendliche, die schon eine Ausbildungszusage haben, sollten daran denken, bei allen Betrieben abzusagen, bei denen sie sich ebenfalls beworben haben. Damit machen sie den Weg für diejenigen frei, die noch auf der Suche sind.


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