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Kulturtipp

Sonderausstellung im A. Paul Weber-Museum

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“

Noch bis zum 27. August 2017 zeigt das A. Paul Weber-Museum in Ratzeburg Bilder des Künstlers zu Aussagen des Grundgesetzes.

A. Paul Weber hat nie direkt Bilder zum Grundgesetz im Sinne von „Illustrationen“ oder zusammenhängenden Folgen gezeichnet. Jedoch lassen sich viele seiner Graphiken thematisch zu den Aussagen und Werten des Grundgesetzes in eine spannungsreiche Beziehung stellen, welche die Betrachter zum eigenen Nachdenken herausfordern, etwa über die Würde des Menschen, Meinungsfreiheit oder Religionsfreiheit.

Die mehr als 100 Lithographien und Handzeichnungen der Ausstellung entstanden von den 30er Jahren bis hin in die 70er Jahre und werden entsprechenden Artikeln des Grundgesetzes gegenübergestellt. Sie erlangen hierdurch eine oft erstaunliche Aktualität zu gegenwärtigen politischen und gesellschaftlichen Ereignissen, wie sie oft bei Webers Bildern zu beobachten ist. So zeigt die Graphik „Auf seinem Rücken“ etwa die Leiden der Zivilbevölkerung unter verschiedenen Kriegsparteien in einer zeitlosen Darstellungsweise, welche auch die Fähigkeit A. Paul Webers dokumentiert, für viele Aussagen bleibende Bildchiffren gefunden zu haben, die ihn als Künstler nach wie vor interessant macht.

Die Ausstellung ist noch bis 27. August 2017 täglich, außer montags, von 10-13 und 14-17 Uhr geöffnet. Ergänzt wird die Ausstellung durch etliche Bilder Webers zum Thema Justiz, mit der er während seiner politischen Haft im Dritten Reich unliebsame Erfahrungen gemacht hat.

www.weber-museum.de


Neuer Abschnitt Deutscher Geschichte

Am 8. Mai 1949 nahm der Parlamen­tarische Rat das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland an.

Am 23. Mai 1949 fand die feierliche Verkündung dieses fundamentalen Gesetzeswerks in Bonn statt, womit ein neuer Abschnitt deutscher Geschichte begann. Obwohl sich heutzutage so viele auf das Grundgesetz berufen, kennen doch nur wenige seine einzelnen Artikel.