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Wirtschaftsförderer ziehen positive Bilanz 2014

Solides Ergebnis für Schleswig-Holstein

Insgesamt 147 Unternehmen – darunter 19 Firmen aus dem Ausland – haben sich 2014 für den Aufbau eines Standortes in Schleswig-Holstein entschieden und schaffen damit 1.728 neue Arbeitsplätze. Die Zahl der neuen Jobs liegt damit um 100 Arbeitsplätze über dem Vorjahresergebnis, während die Anzahl der angesiedelten Unternehmen gegenüber 2013 (157 Firmen) nahezu identisch geblieben ist.

„Mit diesen Zahlen haben die Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) sowie die Wirtschaftsförderer der Kreise und kreisfreien Städte erneut ein überaus solides Ansiedlungsergebnis erzielt“, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer, der Ende Februar gemeinsam mit dem Geschäftsführer der WTSH, Dr. Bernd Bösche, die Ansiedlungsbilanz präsentierte.

Die Zahlen ständen für Kontinuität und Stabilität und bestätigten die schleswig-holsteinische Wirtschaft in einem kontinuierlichen Wachstumsprozess. Meyer: „Das Ansiedlungsergebnis ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sich Schleswig-Holstein im Wettbewerb der Standorte weiterhin gut behauptet.“

Ein Drittel mehr Auslandsansiedlungen

Besonders positiv haben sich 2014 nach den Worten von WTSH-Geschäftsführer Bösche die Auslandsansiedlungen entwickelt: Im vergangenen Jahr entschieden sich insgesamt 19 ausländische Unternehmen für den Standort Schleswig-Holstein, im Jahr zuvor waren es 13 Unternehmen. Aus China wurden zwölf, aus Dänemark fünf, aus Schweden und Großbritannien jeweils ein Unternehmen angeworben.

Insgesamt sorgten allein die ausländischen Unternehmen für rund 400 neue Arbeitsplätze. Bösche: „Bereits in den vergangenen Jahren hat das Interesse ausländischer Unternehmen an Schleswig-Holstein kontinuierlich zugenommen. 2014 haben wir, was die Schaffung von Arbeitsplätzen durch Auslandsansiedlungen angeht, das zweitbeste Ergebnis der vergangenen zehn Jahre erzielt.“

Große Bandbreite bei den „Start Ups“

Die Bandbreite der neuen Unternehmen reicht von der digitalen Wirtschaft, der Medizintechnik, der maritimen Wirtschaft, der erneuerbaren Energien, dem Maschinenbau bis hin zur Logistik. Nach wie vor spielten die harten Standortfaktoren wie Fläche, Steuern und Finanzierung für die Entscheider eine große Rolle. Aber auch die weichen Standortfaktoren gewinnen immer mehr an Bedeutung für eine Ansiedlungsentscheidung.

Wie bereits in den vergangenen Jahren haben rund drei Viertel der in Schleswig-Holstein angesiedelten Unternehmen – und damit etwas weniger als im Vorjahr – weniger als zehn Mitarbeiter. Mit zwölf Arbeitsplätzen pro Unternehmen ist auch die durchschnittliche Betriebsgröße gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant geblieben (2013: 10 Arbeitsplätze pro Unternehmen).Meyer: „Die Zahlen belegen einmal mehr, dass gerade die kleinen und mittleren Unternehmen die Basis unserer Volkswirtschaft sind. Darum wurde das neue Landesprogramm Wirtschaft als schnelle und effektive Wirtschaftsförderung insbesondere für diese Unternehmen konzipiert.“

www.wtsh.de


Größter Zuwachs im Dienstleistungssektor

Rund 70 Prozent der neu angesiedelten Unternehmen in Schleswig-Holstein stammen aus dem Dienstleistungssektor (2013: 66 Prozent), 20 Prozent sind dem Handel (2013: 23 Prozent) und zehn Prozent dem produzierenden Gewerbe (2013:11 Prozent) zuzurechnen. Damit weichen diese Zahlen kaum von den Vorjahreswerten ab.

Positiv ist die Entwicklung 2014 bei den Neugründungen: Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 40 Unter­nehmens­gründungen oder Gründungen von Tochtergesellschaften von bereits in Schleswig-Holstein ansässigen Unternehmen. In 2013 waren es 29 Unter­nehmens­­gründungen. Dies zeige, so Wirtschaftsminister Reinhard Meyer, ein klares Standortbekenntnis zum „echten Norden“.