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Arbeitsmarkt II

Projekt „Budget für Arbeit“ unterstützt Arbeitgeber

Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen

Um Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt zu integrieren, wurde das „Budget für Arbeit“ ins Leben gerufen. Das Projekt der Ein­gliederungs­hilfe und des Integrationsamtes bietet Unternehmen bis zu drei Jahre lang Lohnkostenzuschüsse von bis zu 70 Prozent.

Menschen mit Behinderung im Arbeitsbereich, die in speziellen Werkstätten oder Beschäftigungsprojekten tätig sind, soll das Projekt den Weg in eine volle, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung eröffnen. Als Voraussetzung muss eine anerkannte Schwerbehinderung oder Gleichstellung (Grad der Behinderung 30/40) vorliegen. Nicht zur Zielgruppe gehören Werkstattbeschäftigte, die eine Rente wegen voller Erwerbsminderung beziehen.

Das neue Arbeitsverhältnis muss einem Umfang von mindestens 15 Wochen/shy;stunden, mit tariflicher oder ortsüblicher Vergütung (bzw. Bundes­mindest­lohn) umfassen. Dabei ist die Dauer des Arbeitsverhältnisses nicht relevant. Arbeitgeber erhalten dann für die Dauer des Arbeitsvertrages, aber längstens für drei Jahre einen Lohnkostenzuschuss von 70 Prozent des Arbeitgeber-Brutto. Dieser setzt sich zusammen aus 20 Prozent aus der Eingliederungshilfe und ergänzend 50 Prozent aus der Ausgleichsabgabe. Grundlage für die Berechnung ist das monatliche Brutto-Gehalt zuzüglich der monatlichen Arbeitgeber-Anteile.

Auch nach Beendigung des Projektes können die Regelleistungen aus der Ausgleichsabgabe weiter gewährt werden. Der pauschale Zuschuss zur Minderleistung (50 %) wird dann nach der tatsächlichen Minderleistung eingeschätzt und kann sich gegebenenfalls ändern (30 – 50 %). Weitere Informationen hierzu geben die zuständigen Stellen (s.u.).

Praktische Hilfe bei der Umsetzung

Der Übergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt wird von den Trägern der Sozialhilfe/ Eingliederungshilfe der Kreise in Zusammenarbeit mit der entsprechenden Werkstatt für Menschen mit Behinderung begleitet (ggf. mit Unterstützung durch den IFD). Der Antrag für den Lohnkostenzuschuss ist beim Kreis einzureichen. Dort wird geprüft, ob die Person zum Personenkreis gehört und damit Teilnehmer am Budget für Arbeit ist. Der Antrag wird nach erfolgreicher Prüfung an das Integrationsamt weitergeleitet.

Eine Kopie des Bewilligungsbescheides geht an die örtliche Fürsorgestelle. Die Zahlung erfolgt in der Regel halbjährlich nachträglich. Der Träger der Sozial­hilfe/­ Eingliederungshilfe gewährt den Lohnkostenzuschuss in Höhe von 20 % des Arbeitgeber-Brutto.

Den Antragsvordruck gibt es hier.


Allgemeine Hinweise zum Budget für Arbeit

Das Budget für Arbeit kombiniert Leistungen aus der Eingliederungshilfe mit Leistungen der Ausgleichsabgabe. Es ist eine personenzentrierte Hilfe für Leistungsberechtigte der Eingliederungshilfe, für die der Träger der Sozialhilfe/Eingliederungshilfe der Kreise und kreisfreien Städte die Steuerungsverantwortung trägt.

Neben dem Lohnkostenzuschuss sind ergänzende Leistungen durch das Integrationsamt Schleswig-Holstein möglich. Das sind:

  • Leistungen zur Schaffung von Arbeits-/Ausbildungsplätzen
  • Leistungen zur behinderungsgerechten Einrichtung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen inklusive Kostenübernahme für Gebärdendolmetscher
  • Technische Arbeitshilfen zur Ergänzung einer (i. d. R. eine vorhandene) Grundausstattung
  • Arbeitsassistenz
  • Hilfen zur Teilnahme an Maßnahmen zur Erhaltung und Erweiterung beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten
  • Ausgleich von behinderungsbedingten, arbeitsplatzbezogenen Defiziten -
  • Hilfen in besonderen Lebenslagen

Hilfreiche Adressen:

Kreis Herzogtum Lauenburg
Barlachstr. 2
23909 Ratzeburg
Telefon: 045 41 888-0
Email: info@kreis-rz.de

Deutsche Rentenversicherung Nord
Ziegelstraße 150
23556 Lübeck
Telefon: 0451 485-0
Email: info@drv-nord.de

Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Nord
Projensdorferstr. 82
24106 Kiel
Telefon: 0431 3395-0
Email: Nord@arbeitsagentur.de

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung
- Integrationsamt -
Adolf-Westphal-Str. 4
24143 Kiel
Telefon: 0431 988-0
Email: post.ina@sozmi.landsh.de