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Infrastruktur / Standortentwicklung

Veranstaltung der WFL zur Verkehrsinfrastruktur im Kreis

Verwaltungsspitzen treffen Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr

Auf Einladung der WFL kamen Mitte Februar die hauptamtlichen Bürgermeister und Amtsleiter sowie weitere Vertreter der Gemeinden und Städte und des Kreises in die Zulassungsstelle nach Lanken/Elmenhorst. Dort stellte die Leitung des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr (LBV) die verkehrlichen Infrastrukturmaßnahmen und Pläne für den Kreis Herzogtum Lauenburg vor. Auch Landrat Dr. Christoph Mager, Kreispräsident Meinhard Füllner und Landtagspräsident Claus Schlie nahmen am Treffen teil.

Teilnehmer der Veranstaltung in Lanken (v.r.): Torsten Conradt (LBV Kiel), Jens Sommerburg (LBV-Leiter HL, Kreispräsident Meinhard Füller, Reiner Voß (Bürgermeister Ratzeburg), Ulf Hahn, WFL, Landrat Christoph Mager, Olaf Schulze (Bürgermeister Geesthacht), Andreas Thiede (Bürgermeister Lauenburg)

Für ein weiteres wirtschaftliches Wachstum im Kreis Herzogtum Lauenburg ist eine gute verkehrliche Infrastruktur sehr wichtig. Der aktuelle Bundesverkehrswegeplan sieht für das Lauenburgische ganze fünf Ortsumgehungen sowie den Ausbau der B 404 zu einer Autobahn nördlich der A 24 vor. Damit ist ein guter Finanzrahmen für Erhalt und Ausbau der Verkehrsstruktur gegeben.

„Der Engpass liegt somit nicht wie so oft bei der Finanzierung, sondern bei den Planungskapazitäten des Landesbetriebes“, stellt WFL-Geschäftsführer Ulf Hahn fest. Erschwerend komme in den nächsten Jahren hinzu, dass der Beschluss zur Gründung einer Bundesautobahn-Gesellschaft bis 2021 eine Verunsicherung mit sich bringe – sowohl bei der Landesgesellschaft als auch bezüglich der Planungszuständigkeiten.

Kernproblem bleibe, so LBV-Direktor Torsten Conradt, die extrem knappe Situation am Arbeitsmarkt für planende Ingenieure. Neben privaten Büros seien auch noch die Kreis- und Bundesplanbehörden attraktive Alternativen für potentielle künftige Mitarbeiter. Conradt: „Die tariflichen Strukturen erleichtern das Werben nicht.“

Die WFL-Veranstaltung in Lanken machte deutlich, dass trotz des für den Kreis positiven Bundesverkehrswegeplanes noch viele Hürden für die avisierten Verkehrsprojekte zu nehmen sind und dass ein stetes Nachfassen und Begleiten notwendig sein wird, um die verkehrliche Infrastruktur im Kreis künftig zu verbessern. Aktuell sind die beiden Ortsumgehungen Schwarzenbek und Geesthacht einer Realisierung deutlich näher als die entsprechenden Maßnahmen in Lauenburg und Ratzeburg.

Die WFL wird auch weiterhin für die Kreisentwicklung und eine bessere Verkehrsinfrastruktur Standortpolitik machen. Ulf Hahn: „Wir werden uns in Kiel für eine deutliche Beschleunigung der Verfahren zu den Verkehrsprojekten im Kreis positionieren.“

http://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/LBVSH/


Artikel der Lübecker Nachrichten vom 16.02.2017 (pdf), mehr ...