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Integration

Neue Kooperationsmodelle helfen Unternehmen

Berufliche und soziale Integration geflüchteter Menschen

Viele Geflüchtete haben keinen formalen Berufsabschluss, obwohl sie das Potenzial dazu haben. Zwei neue Förderprojekte der Agentur für Arbeit helfen Unternehmen, die beruflichen Fähigkeiten geflüchteter Menschen zu nutzen und diese als Auszubildende oder Mitarbeiter zu beschäftigen. Maßnahmen der Aus- und Weiterbildung sollen helfen, Fachkräfte für die Betriebe individuell und passgenau zu qualifizieren.

Die Kooperationspartner bei diesen Modellen sind Arbeitgeber, Gewerkschaften, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA). Zentrale Merkmale sind der schnelle, direkte Kontakt zu Unternehmen, die zeitnah beginnende sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und der konsequente Einstieg in eine berufsanschlussfähige Weiterbildung - bei gleichzeitig systematischem Spracherwerb.

Gefördert werden als vornehmliche Zielgruppe wegen ihres gesicherten Aufenthaltsstatus vor allem Asylberechtigte, die älter als 25 Jahre sind. Daneben sollen auch Asylbewerberinnen und Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive frühestmöglich für eine Qualifizierung während der Beschäftigung gewonnen werden. Durch seine Flexibilität ist das Modell grundsätzlich für die gesamte Zielgruppe der Geringqualifizierten sowie für alle Branchen geeignet.

Bevor ein Unternehmen jemanden einstellt, schaffen die Bundesagentur für Arbeit (BA) und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gemeinsam die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einstieg in den Arbeitsmarkt. Nach Erwerb erster Sprachkenntnisse haben Firmen Gelegenheit, einen neuen Mitarbeiter unverbindlich im Rahmen einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme kennenzulernen, sich einen Eindruck von den vorhandenen Fähigkeiten zu machen und erste berufsfachliche Kenntnisse zu vermitteln. Passt alles, erfolgt die Einstellung.

Für anschließende Qualifizierungen erhalten die Unternehmen von der BA einen Arbeitsentgeltzuschuss für die weiterbildungsbedingten Ausfallzeiten sowie eine Pauschale zu den Sozialversicherungsbeiträgen. Den neuen Mitarbeitern werden die Lehrgangskosten erstattet sowie weitere Ausgaben wie Fahrkosten. Flankierend steht den Unternehmen während der Qualifizierung der Bildungsträger als Ansprechpartner zur Verfügung.

Eine weitere berufsbezogene Sprachförderung ist auch während der Beschäftigung möglich. Nach erfolgreicher Qualifizierung erfolgt eine gemeinsame Standortbestimmung. Ob bei der Festigung des Arbeitsverhältnisses oder einer weiteren Qualifizierung – auch hier hilft und unterstützt die BA die Betriebe.

Interessierte Unternehmer erhalten alle Informationen beim Arbeitgeber-Service vor Ort oder über die gebührenfreie Servicenummer für Arbeitgeber der Bundesagentur für Arbeit (s. rechts) sowie im Internet.

www.arbeitsagentur.de


Informationen für Unternehmen:

Integration in den Arbeitsmarkt mit „Step by Step“ und „Kommit“

Zwei neue Initiativen der Bundesagentur für Arbeit bieten Unternehmen praktische Unterstützung bei der Integration geflüchteter Menschen in ihren Betrieben:

Step by Step in die betriebliche Ausbildung“ ist ein Modell zur nachhaltigen Integration von geflüchteten jungen Menschen in den Ausbildungsmarkt unter der Überschrift „Sprache – Arbeit – Ausbildung“.

Kommit“ steht für „Kooperationsmodell mit berufsanschlussfähiger Weiterbildung“ und ist ein Modell zur nachhaltigen Integration in den Arbeitsmarkt unter der Überschrift „Sprache – Arbeit – Qualifizierung“.

Informationen für Arbeitgeber gibt es unter der gebührenfreien Servicenummer:
0800 4 5555 20.


Kontakt

Agentur für Arbeit Bad Oldesloe

Berliner Ring 8 – 10
23843 Bad Oldesloe

Service-Rufnummer 0800/4 5555 20

www.arbeitsagentur.de