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Arbeit und Familie

Vereinbarkeit von Arbeit und Familie

HZG erneut für Personalpolitik ausgezeichnet

Für seine fortschrittliche Personalpolitik wurde das Helmholtz-Zentrum in Geesthacht (HZG) im Juni zum dritten Mal von der zur Hertie-Stiftung gehörenden „berufundfamilie gemeinnützige GmbH“ ausgezeichnet. Bereits in den Jahren 2008 und 2011 erhielt das HZG das angesehene Zertifikat zum „audit berufundfamilie“ für die Angebote an seine Mitarbeiter. Das Zertifikat überreichte Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, an insgesamt 322 Preisträger am 17. Juni 2014 in Berlin.

Seit 2008 ist das HZG für seine Personalpolitik ausgezeichnet.

Das HZG hat schon vor Jahren wesentliche Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie ergriffen. So bietet das wissenschaftliche Institut seinen Mitarbeitern bereits seit 1999 flexible Arbeitszeiten an. Als weiteres Angebot gibt es seit 2007 die betriebliche Kindertagesstätte „Einsteinchen“, wo derzeit 23 Kinder der Helmholtz-Beschäftigten und sieben Kinder aus Geesthacht betreut werden.

Wegen der großen Nachfrage soll noch in diesem Sommer eine Erweiterung erfolgen. „Außerdem können Eltern seit 2002 durch die Möglichkeit zur Tele-Arbeit Beruf und Familie besser vereinbaren“, so Elina Valli, Gleichstellungsbeauftragte des Helmholtz-Zentrums Geesthacht.

Flexiblere Rahmenarbeitszeiten

Während des dritten Audits hatte die Geschäftsführung gemeinsam mit den Audit-Beteiligten beschlossen, die Voraussetzungen für Tele-Arbeit zu erweitern. Neben Mitarbeitern von Kindern unter 14 Jahren sollen künftig auch andere Gruppen, wie zum Beispiel Beschäftigte von erkrankten Familienangehörigen, vom Tele-Arbeitsmodell profitieren. In diesem Zusammenhang soll geprüft werden, inwieweit sich flexibles „mobiles Arbeiten“, das über die klassische Tele-Arbeit hinausgeht, mit dem Betriebsablauf in Einklang bringen lässt. Außerdem wird die Zahl der Kitaplätze nach dem Ausbau noch einmal um eine Gruppe erweitert und seit 2013 Sportkurse im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements angeboten. Als weitere Schritte sollen flexiblere Rahmenarbeitszeiten von 6 bis 20 Uhr eingeführt und ein auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter besser abgestimmtes Arbeitszeitkonto angeboten werden.

Konzepte für mehr Frauen in Führungspositionen

In den nächsten drei Jahren – solange dauert das Audit-Verfahren bis zum Erreichen der nächsten Stufe – haben die Beteiligten das Schwerpunktthema „Mehr Frauen in wissenschaftlichen Führungspositionen“ beschlossen. „In diesem Zusammenhang werden wir zahlreiche Konzepte entwickeln und Prüfmaßnahmen durchführen. So zum Beispiel der Aufbau eines ´Talentmanagements' zur gezielten Personalentwicklung und die Ergänzung von bereits vorhandenen, externen Förderinstrumenten durch HZG-spezifische Maßnahmen, wie zum Beispiel eigene Nachwuchsgruppenförderung“, erläutert Valli. Auch der Dual Career-Ansatz und individuelle Wieder­einstiegs­möglichkeiten sollen noch stärker gefördert und ausgebaut werden. Für eine bessere Kinderbetreuung sollen neben dem weiteren Anwachsen der Betreuungsmöglichkeiten in der Kita „Einsteinchen“ nach Möglichkeit und in Kooperation mit den umliegenden Schulen zusätzliche Angebote für Kinder im Schulalter geschaffen werden.

www.hzg.de

Die Gleichstellungsbeauftragte des HZG, Elina Valli, im Interview:

Was ist das „audit berufundfamilie“?

Das "audit berufundfamilie“ ist ein kontinuierlicher Prozess: Nach Abschluss der Auditierung, in dessen Rahmen konkrete Ziele und Maßnahmen für eine familienbewusste Personalpolitik erarbeitet werden, steht die Vergabe eines Zertifikats. Durch die Re-Auditierungen wird das Zertifikat alle drei Jahre bestätigt, nachdem die Stiftung den aktuellen Fortschritt überprüft hat. Parallel legt eine Strategiegruppe aus HZG-Mitarbeitern weiterführende Ziele fest, die dann in eine konkrete schriftliche Zielvereinbarung münden.

Was sind die Ziele des Audits?

Als Metaziel für die nächsten drei Jahre haben wir „Mehr Frauen in wissen­schaft­lichen Führungspositionen“ beschlossen. Wir planen zum Beispiel den Aufbau eines „Talentmanagements“ zur gezielten Personalentwicklung und zum individuellen Wiedereinstieg von Führungskräften nach der Elternzeit mit zeitlich begrenzter Teilzeit- und Tele-Arbeit. Auch den Dual Career-Ansatz, das heißt die Unterstützung von Partnern neu eingestellter Beschäftigter, wollen wir fördern und ausbauen. Außerdem setzt das HZG künftig auf eigene qualitätsbasierte Förderinstrumente für die Mitarbeiter.

Das vollständige Interview lesen Sie unter: http://www.hzg.de/about_us/equal_opportunities/index.html.de