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Aus- und Fortbildung

EU-weiter Planungswettbewerb abgeschlossen

Neubau und Erweiterung der Ausbildungswerkstätten im BBZ-Mölln

Die Ausbildungswerkstätten des Berufsbildungszentrums (BBZ) Mölln sind veraltet. Mit einem Neubau und Umbauten im Bestand sollen die Werkstätten für die Ausbildung diverser Handwerksberufe auf den neuesten Stand gebracht werden. Für die Architektenplanung schrieb der Kreis Herzogtum Lauenburg einen EU-weit offenen Planungswettbewerb aus. Im Juni 2014 stand der Sieger aus 61 Wettbewerbsbeiträgen fest. Wird der Entwurf von allen beteiligten Gremien noch in 2014 abgesegnet, könnte der Baubeginn in 2016 erfolgen.

 

Bei der Präsentation (v. li.): Kreispräsident Meinhard Füllner, Jan Schulz, Vorsitzender des Preisgerichts, Architektin Sabine Eisfeld und BBZ-Schulleiter Ulrich Keller.

Hohe Anforderungen an die architektonische Planung stellte das umfassende Raumprogramm des Projekts in einem eingeschränkten Baufeld und kleinteiliger Bebauung im direkten Umfeld. Nach Abwägung aller Aspekte wurde ein Ersatzbau an gleicher Stelle als sinnvollste Lösung beschlossen. Für die Erstellung eines Planungskonzepts zur Erweiterung des BBZ Mölln stellte der lauenburgische Kreistag 225.000 Euro bereit. Nun muss er angesichts der aktuell auf rund 16,5 Millionen Euro geschätzten Baukosten ein Realisierungskonzept entwickeln, dass der schlechten Finanzlage des Kreises Rechnung trägt.

Die am Wettbewerb teilnehmenden Architekturbüros hatten viele Anforderungen zu erfüllen.

Seit der Errichtung der ersten Schulbauten an der Kerschensteiner Straße von 1951 bis 1967 wurde der Möllner Schulstandort in den folgenden Jahrzehnten um fünf zusätzliche Trakte erweitert. Einzelne Gebäude wurden zudem entsprechend der technischen Entwicklung mit teilweise erheblichem Aufwand modernisiert. Der geplante Neubau muss nun beispielsweise dem neuzeitlichen Problem eines erheblichen Bedarfs an Parkraum in Form von Tiefgaragen Rechnung tragen, weil heutzutage die meisten Schüler ein eigenes Auto besitzen.

Um ein möglichst breites Spektrum an Entwürfen zu bekommen, wurde der Planungswettbewerb als offenes, zweistufiges Verfahren durchgeführt. Zuerst waren grundsätzliche städtebauliche Konzepte mit Darstellung der Baukörper zu erstellen. In Stufe zwei sollten dann bis zu zehn ausgewählte Planungsansätze zu aussagekräftigen Hochbauentwürfen weiterbearbeitet werden. Der 1. Preis mit einer Preissumme von 21.000 Euro ging an das Hamburger Architekturbüro Eisfeld und Engel. In den kommenden Monaten werden sowohl der Verwaltungsrat des BBZ Mölln als auch die Gremien des Kreises über die möglichen weiteren Schritte beraten.

Viel Arbeit für das Preisgericht

Um unter den von 61 Architekturbüros eingereichten Wettbewerbsarbeiten nach einer Vorauswahl in einem weiteren Schritt die drei besten Entwürfe und schließlich den Sieger zu ermitteln, wurde vom Kreis ein Preisgericht eingesetzt. Das hatte Schwerstarbeit zu leisten aufgrund der Vielzahl der eingereichten Arbeiten und diversen Entwurfsansätze. Letztendlich wurde jedoch mit einstimmigem Votum der 1. Preis an das Hamburger Architekturbüro Eisfeld Engel vergeben. Der Entwurf, so der Vorsitzende des Preisgerichts, Jan Schulz (Architekt BDA), entspreche in besonderem Maße den Anforderungen an eine stadträumlich verträgliche Einbindung des Bauvolumens sowie an eine funktional und wirtschaftlich optimale Ausnutzung der verfügbaren Baufläche.

Eine Dokumentation zum Planungswettbewerb gibt es auf der Internetseite des Kreises unter:

www.kreisrz.de/Medien/WBW_BBZ_Dokumentation.pdf