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Kulturtipp

Sonderausstellung „Vor 3.000 Jahren“ in Geesthacht

Reise in die Bronzezeit

Die Elbestadt Geesthacht feiert in diesem Jahr ihren 800. Geburtstag. Im Ortsteil Grünhof-Tesperhude entdeckte man vor mehr als 80 Jahren eine Grabanlage aus der Bronzezeit. „Vor 3.000 Jahren“ heißt die neue Sonderausstellung im „GeesthachtMuseum!“, die sich unter anderem mit der Frage beschäftigt, wer hier begraben liegt. Bis zum 20. November 2016 sind die Ausgrabungsfunde zu besichtigen.

Seit Jahrtausenden wurde über den großen, unberührten Erdhügel in Grünhof-Tesperhude Sagen gesponnen: „In diesem Berg haben in alten Zeiten große Feuer gebrannt“ und „in diesem Berg liegt ein Scheiterhaufen“, heißt es. Der Archäologe Karl Kersten ging diesen mündlichen Überlieferungen nach und führte 1932 eine Ausgrabung durch. Was er fand, war eine Sensation: Der Berg bedeckte eine Grabanlage mit fünf Gräbern aus der Bronzezeit. Die Baumsärge und das errichtete Totenhaus wurden bei der Bestattungsfeier verbrannt. Es ist das bis heute einzige Totenhaus, das nördlich der Elbe gefunden wurde.

Im bekanntesten Grab wurde eine junge Frau mit ihrem Kind bestattet. Sie steht im Mittelpunkt der Sonderausstellung. Ausgrabungsfunde und archäologische Forschungserkenntnisse ermöglichen heute, die „Frau von Grünhof-Tesperhude“ in Konturen zu erkennen und ihre Lebenssituation in Ansätzen zu begreifen.

Das Museum:

Das „Krügersche Haus“, ein niederdeutsches Hallenhaus aus dem Jahre 1723, beheimatet neben dem „GeesthachtMusuem!“ mit seiner Dauer- und Sonderausstellung auch die Tourist-Information. Hier gibt es zahlreiche Informationen zur Stadt Geesthacht, zum Jubiläumsprogramm sowie zu Übernachtungsmöglichkeiten.

Telefon: 0 41 52-83 62 58

Öffnungszeiten:

Juli bis Sept.:
Mo – Fr 10:00 bis 18:00 Uhr
Sa./So. 11:00 bis 17:00 Uhr

Okt. bis Nov.:
Mo – So 11:00 bis 17:00 Uhr

touristinfo@geesthacht.de
www.geesthacht-tourismus.de