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Unternehmen

Wunder Kieswerk eröffnet Standort im Gewerbegebiet Lanken

Neustart nach 45 Jahren

Das im Kreis Herzogtum Lauenburg altbekannte Unternehmen Wunder Kieswerk GmbH hat im Gewerbegebiet Lanken einen neuen Betrieb eröffnet und so den Schritt zurück in die erneute Selbstständigkeit vollzogen. 2006 war der Betrieb an die „Cemex Deutschland AG“ verkauft worden. Das international agierende Großunternehmen und die Wunder Kieswerke gehen nun wieder getrennte Wege. Das Investitionsvolumen für den Neustart in Lanken beträgt fünf bis sieben Millionen Euro.

Firmenchef Joachim Wunder in einer der neuen Hallen in Lanken

Der Kauf des 10.000 Quadratmeter großen Grundstücks in Lanken von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises (WFL) war schnell und kooperativ vollzogen. „Der Standort ist für uns mit den Autobahnanschlüssen in Grande und Talkau sehr günstig“, sagt Firmenchef Joachim Wunder. An das neue 750 Quadratmeter große Firmengebäude mit den Büro- und Personalräumen schließen sich Hallen und Werkstätten für die LKW und die anderen Firmenfahrzeuge an.

Gestartet wird mit 20 neuen Kieslastern, die allein mit rund zwei Millionen Euro zu Buche schlagen. 22 Fahrer stehen zur Verfügung. Hinzu kommen zwei Mann in der Werkstatt und das Büro-Team mit fünf Personen. Zehn weitere Angestellte arbeiten in den Bereichen Abbau und Gruben sowie Verkippung. Für die Zukunft rechnet Wunder mit einem weiteren Bedarf an Maschinenschlossern, Kraftfahrern und Maschinenführern (Bagger, Raupe).

In der Region mit der Region

Der Schritt zurück zum eigenständigen Betrieb war gut überlegt und vorbereitet. „Das ist ein Gewerbe, das mittelständisch geführt werden muss. Man braucht die Kontakte zu den Gemeinden und muss zusammen arbeiten“, beschreibt Joachim Wunder seine Unternehmensphilosophie. Im Laufe der Jahre der Zusammenarbeit mit Cemex entstand die Idee, noch einmal eigene Wege zu gehen, denn nach Ruhestand war dem 60-Jährigen noch nicht zumute. So verließ er Cemex 2014 wieder, bereitete im vergangenen Jahr den erneuten Start vor und legte Anfang 2016 los. Immer an seiner Seite und als Berater im Hintergrund: Vater und Firmengründer Günter Wunder (80).

Der hatte die Firma 1970 in Dassendorf gegründet. Kiesgruben in Müssen, Grande, Glinde, Woltersdorf oder Wiershop lieferten die Sande und Kiese hauptsächlich für den Straßenbau. Das Unternehmen wuchs schnell zu einem der größten seiner Branche im Großraum Hamburg heran. 50 eigene LKW wurden durch 60 bis 70 weitere von Subunternehmern ergänzt. Die Mitarbeiterzahl lag konstant bei etwa 100.

1990 wurden in Zweedorf und Lüttow in Mecklenburg-Vorpommern zwei weitere Kieswerke von 200 bis 300 Hektar Größe für den Nassabbau eröffnet. Dann, nach 25 Jahren wurden die Wunder Kieswerke 1995 von die Firma ReadyMix und 2006 von der Cemex Deutschland AG übernommen. Für den Neustart, so Joachim Wunder, sei man gut vorbereitet. Im Kreis und regional gut vernetzt und verwurzelt sind neue Standorte avisiert und stehe man mit umliegenden Kiesabbaubetrieben in Verhandlungen. Auch mit der Cemex AG soll es eine weitere Zusammenarbeit geben.

Am Ende freut sich die Natur

Der Kiesabbau in Deutschland ist ein gestalterisches Element unserer Kulturlandschaft. Wie beispielsweise in Güster, Zweedorf, Lütow und bei Kuddewörde im Sachsenwald gut zu sehen, entstehen nach Ende des Abbaus und den darauf folgenden Renaturierungsarbeiten wertvolle Naturlandschaften und Rückzugsgebiete für Tier und Mensch.

Der sogenannte Nassabbau erfolgt mit Saugbaggern, die aus 10 bis 15 Metern Tiefe die Sande und Kiese zutage fördern. Unterschieden und getrennt werden dann Betonsande und Betonkiese. Im Straßenbau findet das Material in allen Bereichen wie Frostschichten, Tragschichten oder Filterschichten Verwendung.

Zum zweiten Standbein entwickelte sich bei den Kieswerken Wunder der Bereich der Entsorgung von Böden aus dem Straßen- und Gebäudebau. Diese werden wieder als Unterschichten und zur Rekultivierung – also der Wiederherstellung von Naturlandschaften - eingesetzt. Im Falle einer Kontaminierung werden die Böden gereinigt, recycelt oder auf Sonderdeponien entsorgt.



Kontakt

Wunder Kieswerk GmbH

Kesselflickerstraße 4
21493 Elmenhorst

Telefon: 04151 / 89 85 888