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Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt im Kreis Herzogtum Lauenburg im August 2017

Saisontypischer Anstieg der Arbeitslosigkeit in den Ferien

Wie im Vorjahr ist die Arbeitslosenquote im Kreis Herzogtum Lauenburg im Ferienmonat August auf 5,7 Prozent angestiegen. 5.791 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das waren 162 mehr als im Juli 2017 oder eine Steigerung um 0,2 Prozentpunkte. Der Bestand an gemeldeten Stellen ist aber weiterhin hoch.

Die Arbeitslosenquote betrug im August im Lauenburgischen 5,7 Prozent – genau wie 2016. Dies ist weiterhin der niedrigste Wert in einem August seit Erhebung der Arbeitslosendaten auf Kreisebene 1997. Vor einem Jahr waren aber 5.857 Menschen arbeitslos und damit 66 mehr als gegenwärtig.

Bereits im Juli hatte die Arbeitslosigkeit im Kreis Herzogtum Lauenburg zugenommen. Dies ist laut Agentur aber typisch für die Entwicklung im Sommer und zur Ferienzeit. Mehr als ein Drittel des Anstiegs ist auf junge Menschen zurückzuführen, die sich in diesem Monat nach Schul- oder Ausbildungsende arbeitslos gemeldet haben. Ihre Arbeitslosigkeit ist in der Regel nur von kurzer Dauer, weil sie als Fachkräfte am Markt gesucht sind oder bald eine Ausbildung oder Studium aufnehmen. Auch die Zahl arbeitsloser Geflüchteter, deren Sprach- und Integrationskurse endeten, ist gestiegen. Auch sie versuchen nun, die passenden Anschlüsse zu realisieren, um ihre berufliche Integration voranzutreiben. Es wird erwartet, dass im September die Arbeitslosigkeit im Kreis Herzogtum Lauenburg wieder zurückgeht.

Im August hat die Agentur für Arbeit im Kreis Herzogtum Lauenburg insgesamt 1.211 freie sozialversicherungspflichtige Stellen gezählt. Dies sind 137 mehr als Vorjahresmonat. Neue Mitarbeiter werden insbesondere im verarbeitenden Gewerbe, Baugewerbe, Handel, Gastgewerbe, im Gesundheitsbereich sowie der Arbeitnehmerüberlassung gesucht.

www.arbeitsagentur.de


Ausbildungsmarkt

Für viele Jugendliche hat Anfang September die Ausbildung bereits begonnen. Auch für diejenigen, die noch keinen Ausbildungsvertrag haben, bestehen aber weiterhin gute Chancen. Bis zu den Herbstferien sei ein Ausbildungsbeginn noch ohne weiteres möglich, so die Agentur.

Unternehmen, die ihre Ausbildungsstellen bislang noch nicht besetzen konnten, wird geraten, das vorhandene Bewerberpotential stärker auszuschöpfen und auch Jugendliche zu berücksichtigen, die auf den ersten Blick nicht den Idealvorstellungen entsprechen. Viele Auszubildende entfalten in der betrieblichen Praxis Fähigkeiten, die sich nicht in ihren Schulnoten abbilden.

Informationen zu Fördermöglichkeiten erhalten interessierte Unternehmen im gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter oder über die kostenfreie Service-Nummer
0800 / 4 5555 20.