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Spatenstich für den 4. Bauabschnitt

Geesthachter Innovations- und Technologiezentrum wächst weiter

Seine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte schreibt das Geesthachter Innovations- und Technologiezentrum in 2013 fort. Ende April konnte der 1. Spatenstich für den 4. Bauabschnitt in der Max-Planck-Straße gefeiert werden. Das Technologie­unter­nehmen incoatec erhält im 4. Bauabschnitt seit dem Start des GITZ in 2002 nun ein eigenes Gebäude mit gut 4.100 Quadratmetern Produktions- und Büroflächen. An den Kosten von fast acht Millionen Euro beteiligt sich incoatec mit zwei Millionen Euro.

Gemeinsam für den Erfolg: Dr. Volker Manow, Meinhard Füllner, Dr. Rainer Döhl-Oelze, Dr. Jörg Wiesmann und Werner Hesse beim 1. Spatenstich.

Das Technologieunternehmen incoatec, dessen zwei geschäftsführende Gesellschafter früher im benachbarten Helmholtz-Zentrum tätig waren, will auf dieser Fläche seine Produktion von Röntgen-Optiken weiter ausbauen. Derzeit bietet das GITZ auf einer nahezu komplett vermieteten Gesamtfläche von rund 7.300 Quadratmetern Raum für erfolgreiche Unternehmens­entwicklung. Die bisherige Fläche des GITZ von 2,5 Hektar erweitert sich durch den 4. Bauabschnitt um einen weiteren Hektar. Nur für den ersten Bauabschnitt hat das GITZ 1999 Fördermittel von 7,8 Millionen Euro erhalten. Seitdem trägt sich das Zentrum selbst. 

Mit marktreifen Ideen in die Selbständigkeit

Dr. Jörg Wiesmann (incoatec) und der Direktor des Helmholtzzentrums, Prof. Dr. Wolfgang Kaysser, auf dem Baugrund. Die alten Bunker im Hintergrund bleiben für Fledermäuse erhalten.

Der Plan, Wissenschaftler aus dem Helmholtz-Zentrum mit ihren marktreifen Ideen beim Schritt in die Selbständigkeit im GITZ zu unterstützen, ging auf. Nach Etablierung der Geschäftsidee verlassen die Jungunternehmer dann die „Kernzelle“ des GITZ und beziehen eigene Produktionsräume. Dafür gab es zunehmend in den Erweiterungsbauten des GITZ immer wieder Gelegenheit. Denn schnell entstand der Wunsch, die „High Potentials“ am Standort zu halten. So ermöglichten die weiteren frei finanzierten Bauabschnitte in den vergangenen Jahren die Entwicklung eines kleinen Technologieparks.

Mit incoatec setzt sich die Erfolgsgeschichte nun fort. Als Vier-Mann-Betrieb 2002 an den Start gegangen, beträgt die Mitarbeiterzahl heute 45 und sollen Personal und Umsatz in den kommenden fünf Jahren nochmals um 50 Prozent steigen. „Wir rechnen im Jahr für beide Bereiche im Schnitt mit 28 Prozent Steigerung“, so Dr. Jörg Wiesmann, der die Firma zusammen mit Dr. Carsten Michaelsen vor elf Jahren gründete. „Für uns als Forschungszentrum ist das GITZ ein wichtiger Baustein“, stellte Prof. Dr. Wolfgang Kaysser, Direktor des Helmholtz-Zentrums, fest.

Beeindruckendes Wachstum der Unternehmen

Das GITZ ist ein Juwel und wir können froh sein, dass die anwendungsorientierten Unternehmen mittlerweile zahlreicher sind als die Forscher“, sagte Kreispräsident Meinhard Füllner, der sich beeindruckt vom Wachstum der Unternehmen am Standort zeigte. Von diesem Wachstum profitiert auch Geesthacht. „Der Ausbau stärkt unseren Standort“, stellte Bürgermeister Dr. Volker Manow zufrieden fest.“ Tatsächlich zählt das GITZ zu den größten und erfolgreichsten Technologiezentren in Deutschland.

Der Vorsitzende der GITZ-Gesellschafterversammlung und Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises (WFL), Werner Hesse, unterstrich ebenfalls die Bedeutung des Technologiezentrums für die nachhaltige Entwicklung des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes Geesthacht. Bereits mehr als 30 Unternehmen haben seit der Eröffnung die Start up-Unterstützung des GITZ genutzt.

Geesthachter Modell des Erfolgs

Dr. Jörg Wiesmann, Dr. Rainer Döhl-Oelze und Werner Hesse informierten beim Empfang zur Entstehungsgeschichte des Projekts.

„Es ist zu begrüßen, dass wir mit incoatec ein international agierendes Hightech-Unternehmen an den Standort binden konnten“, so Hesse. Auf das erfolgreiche Geesthachter Modell der Wirtschafts- und Innovations­förderung sei man auch in Hamburg schon aufmerksam geworden und entwickle dort ähnliche Konzepte. In diesem Sinne betonte Hesse die Wichtigkeit des GITZ auch für den Kreis und hofft auf übergreifende Effekte für die Region.

Zur unmittelbaren Nachbarschaft zum Helmholtz-Zentrum (früher GKSS; heute HZG) sagte GITZ-Geschäftsführer Dr. Rainer Döhl-Oelze: „Im HZG wird durch öffentlich finanzierte Forschung Wissen produziert. Bei uns im GITZ wird dieses Prinzip quasi umgekehrt. In kreativer Atmosphäre machen ehemalige Forscher hier ihr innovatives Wissen zu Geld. Als verlängerter Arm der regionalen Wirtschaftsförderung beraten wir Jungunternehmer in allen Fragen und bieten ihnen eine vorläufige Heimat.“

www.gitz-online.de

Erfolge auf den Spuren Alfred Nobels

Auf dem Gelände an der Elbe, wo Alfred Nobel das Dynamit erfand, werden im GITZ seit 2002 junge Technologieunternehmen begleitet. Rund 7.300 Quadratmeter Büro-, Labor- und Produktionsfläche stehen den innovativen jungen Unternehmen derzeit zur Verfügung.

Die in den Jahren 2006 und 2008 eröffneten Erweiterungsgebäude waren schnell wieder zu klein. Denn die Erfolgsquote der Unternehmen im Technologiezentrum liegt bei mehr als 90 %. Mit rund 220 Mitarbeitern wurde im letzten Jahr ein Gesamtumsatz von etwa 21 Millionen Euro generiert.

Das Geesthachter Innovations- und Technologiezentrum wurde im Jahr 1999 von den sechs Gesellschaftern Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Kreis Herzogtum Lauenburg, Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg, Helmholtz-Zentrum Geesthacht, Stadt Geesthacht, IHK zu Lübeck und der Commerzbank gegründet. Ziel ist es, die in der Region vorhandenen Forschungs- und Technologiepotenziale für die Wirtschaft zu nutzen, wissenschaftliche Erkenntnisse in neue Produkte und Dienstleistungen zu überführen und so neue hochwertige Arbeitsplätze in der Region zu schaffen.

 

Hier entsteht das neue Gebäude mit etwa 4.100 Quadratmetern.