Logo WFL

Neues aus den Gewerbegebieten: Kreis Herzogtum Lauenburg setzt auf die Kraft der Sonne

Startsignal für den Solarpark Lanken

Die juwi Solar GmbH aus Wörrstadt baut auf dem Gelände der ehemaligen
Bundeswehrkaserne in Elmenhorst auf einem rund 50 Hektar großem Areal Schleswig-Holsteins zweitgrößten Solarpark. Anlass für die Wirtschafts­förderungsgesellschaft des Kreises (WFL), den Bauherren und die Betreiber am 16. April in feierlichem Rahmen zum offiziellen Spatenstich zu bitten. Innenminister Klaus Schlie und Kreispräsident Meinhard Füllner unterstrichen dabei die Bedeutung des Sonnenkraftwerks für den Kreis und im Rahmen der bundesweit angestrebten Energiewende. Die Anlage soll bis 30. Juni 2012 ans Netz gehen.

Symbolischer Spatenstich
Symbolischer Spatenstich: WFL-Geschäftsführer Werner Hesse, Innenminister Klaus Schlie, Kreispräsident Meinhard Füllner sowie die Geschäftsführer von juwi und RIO Energie Herbert Muders und Stephan Krome (v. li.).

Die WFL war maßgeblich an der erfolgreichen Standortauswahl des Solarparks beteiligt. Geschäftsführer Werner Hesse zeigte sich bei der Begrüßung der Gäste in Lanken stolz, ein solches Projekt in der Region angesiedelt zu haben: „Die Idee entstand bereits Mitte 2010 bei meinem Besuch auf der Messe Intersolar. Ich freue mich, dass mit juwi als Partner eine Realisierung dieses Projektes geglückt ist.“

Dieser Meinung ist auch Schleswig Holsteins Innenminister, Klaus Schlie: „Schleswig-Holstein gestaltet die Energiewende aktiv mit. Der dezentrale Ausbau der erneuerbaren Energien bietet den Regionen große Chancen und erhöht die regionale Wertschöpfung.“ Neben der Ausweisung zusätzlicher Flächen für die Windenergie sprach sich Schlie auch für den Ausbau der Solarenergienutzung aus. Der gemeindlichen Bauleitplanung komme bei der Standortsteuerung von Photovoltaik-Anlagen eine besondere Bedeutung zu. Das Solarkraftwerk in Lanken bezeichnete der Minister „als Meilenstein für den Kreis“.

Von einem wichtigen Schritt zur Energiewende vor Ort sprach auch Kreispräsident Meinhard Füllner: „Wir haben uns im Kreistag für die Energiewende in unserer Region stark gemacht. Umso mehr freut es mich, dass wir mit juwi diesen Solarpark verwirklichen, mit dem wir ein Zeichen für erneuerbare Energien setzen.“ Füllner unterstrich die Wichtigkeit, dass der Kreis nun über Energieanlagen für Biogas, Windkraft und Photovoltaik verfüge. Hier auf einen Mix zu setzen sei im Lauenburgischen durch den hohen Anteil an Naturschutzflächen besonders wichtig. Mit juwi sei zudem ein Partner gefunden worden, der für diesen Energiemix stehe.

Andreas Fischer und Stephan Krome  (Gf RIO Energie), Meinhard Füllner, Werner Hesse, Klaus Schlie und Herbert Muders (v. li.).
In Sektlaune: Andreas Fischer und Stephan Krome (Gf RIO Energie), Meinhard Füllner, Werner Hesse, Klaus Schlie und Herbert Muders (v. li.).

Füllner dankte allen am Genehmigungsverfahren beteiligten Mitarbeitern für die zügige Umsetzung des Projektes. Dem schloss sich juwi-Geschäftsführer Herbert Muders an, der auf die gute Zusammenarbeit mit der WFL und den Behörden verwies, die alle Genehmigungen sehr schnell erteilt hätten. Muders: „Ohne die schnelle und zielstrebige Unterstützung aller regionalen Akteure wäre es nicht möglich gewesen, ein Projekt dieser Größenordnung fristgerecht umzusetzen.“

In diesen Wochen werden nun die mehr als 103.500 polykristallinen Module installiert. Mit einer Nennleistung von fast 25 Megawatt soll die Anlage bei Elmenhorst jährlich stolze 23 Millionen Kilowattstunden sauberen Sonnenstrom liefern. Dies entspricht dem Jahresstrombedarf von mehr als 7.700 Haushalten. Über das Mittelspannungsnetz wird der Strom von Lanken direkt nach Schwarzenbek fließen. Dabei spart das Sonnenkraftwerk jährlich rund 13.700 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 ein.

Nach der Fertigstellung wird es von der rheinhessischen Rio Energie GmbH - einem Joint Venture von Stadtwerke Mainz AG und juwi-Gruppe - betrieben. „Wir freuen uns, dass das Projekt trotz der Kürzungen bei der Einspeisevergütung auf Basis der Übergangsregelung dennoch realisiert wird“, sagte Stephan Krome, einer der beiden Geschäftsführer von Rio Energie. „Mit juwi verbindet uns seit Jahren eine erfolgreiche Partnerschaft.“

Text: Felix Wächter/Uwe Steinmeyer

juwi-Gruppe - weltweiter Spezialist für erneuerbare Energien

Die juwi-Gruppe zählt zu den weltweit führenden Spezialisten für erneuerbare Energien mit starker regionaler Präsenz und dem Credo: 100 Prozent erneuerbare Energien. Von der Standortsuche über Planung, Realisierung und Finanzierung bis hin zur Betriebsführung ist juwi kompetenter Partner für die Energiewende mit regionalen Schwerpunkten.

Zu den Geschäftsfeldern der 1996 gegründeten juwi-Gruppe (Jung/Willenbacher) zählen neben Solar-, Wind- und Bioenergie auch Wasserkraft und Geothermie sowie Green Buildings und solare Elektromobilität. Heute beschäftigt das weltweit tätige Unternehmen mehr als 1.700 Mitarbeiter in 15 Ländern und erzielte im Jahr 2011 einen Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Euro.

Bislang hat juwi im Windbereich rund 525 Windenergie-Anlagen mit einer Leistung von etwa 920 Megawatt realisiert; im Solarsegment sind es mehr als 1.500 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 950 Megawatt. Diese Anlagen erzeugen pro Jahr rund 3,5 Milliarden Kilowattstunden Strom; das entspricht dem Jahresbedarf von etwa einer Million Haushalten. Für die Realisierung dieser Projekte hat juwi in den vergangenen 15 Jahren ein Investitionsvolumen von rund vier Milliarden Euro initiiert.

juwi gehört zu Deutschlands besten und begehrtesten Arbeitgebern: Im renommierten Wettbewerb des „Great Place to Work Institute“ ist das Unternehmen Anfang 2011 in der Kategorie 501 bis 2.000 Beschäftigte unter den Top 20 gelandet. Die juwi-Gruppe verfügt über Niederlassungen in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Tschechien, Griechenland, Polen, Bulgarien, Großbritannien, Indien, Singapur, Südafrika, Chile, den USA und Costa Rica. In Deutschland hat juwi Niederlassungen und Regionalbüros in zwölf Bundesländern.