Arbeitsmarkt im Kreis Herzogtum Lauenburg im November 2018

Rekord-Quote stagniert bei 4,6 Prozent

Im November 2018 waren im Kreis Herzogtum Lauenburg 4.789 Menschen arbeitslos gemeldet – 46 weniger als im Oktober. Die Arbeitslosenquote stagniert damit bei 4,6 Prozent. Erneut waren seit Erhebung der Arbeitslosendaten auf Kreisebene 1997 nie weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Im November sank die Zahl arbeitsloser Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg im Vergleich zum Vormonat um 46 und liegt jetzt bei 4.789. Der Rückgang bleibt ohne Auswirkung auf die Arbeitslosenquote, die unverändert 4,6 Prozent beträgt. Das ist die niedrigste Arbeitslosenquote im Herzogtum in einem Monat November seit Erhebung der Arbeitslosendaten auf Kreisebene 1997. Vor einem Jahr waren mit 5.301 Menschen noch 512 mehr arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug 5,2 Prozent. 

Der Herbstaufschwung nach den Sommerferien hat im Kreis Herzogtum Lauenburg im November angehalten. Auch auf Seiten der Unternehmen hat sich die Herbstbelebung deutlich bemerkbar gemacht. „In den vergangenen drei Monaten wurden uns etwas mehr als 1.000 neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, was ein Plus von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahrszeitraum bedeutet“, so Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe. 

Eingliederungszuschüsse bei Agentur beantragen

Die Zahl vakanter Stellen liegt mit fast 1.400 damit weiter auf höchstem Niveau. Sie zeigt, dass es Unternehmen zunehmend schwerfällt, Stellen schnell adäquat zu besetzen. Deshalb wiederholt die Agenturchefin ihre Empfehlung an die Personalverantwortlichen, jedem Bewerber eine Chance zu geben und die Unterstützungsleistungen von Jobcenter und Arbeitsagentur zu nutzen: „Wenn ein Bewerber nicht dem Stellenprofil entspricht, kann auf Antrag eine Beschäftigung je nach Umfang der Einschränkung und den Anforderungen des

jeweiligen Arbeitsplatzes mit Eingliederungszuschüssen unterstützt werden.“ Auch die Qualifizierung ungelernter Beschäftigter werde gefördert, um Unternehmen zu neuen Fachkräften zu verhelfen. Grote-Seifert: „Unsere Ansprechpartner im Arbeitgeber-Service beraten Sie gerne hierzu.“ 

Bei den Unternehmen der witterungsabhängigen Branchen kommt es jetzt bei Frost, Schnee, Regen und Sturm zu saisonbedingten Arbeitsausfällen. Nicht selten wird gut ausgebildetes und eingearbeitetes Personal in die Arbeitslosigkeit entlassen. „Das muss jedoch nicht sein“, erklärt Grote-Seifert. „Betriebe im Bauhauptgewerbe, im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau sowie im Dachdeckerhandwerk und Gerüstbaugewerbe können bei witterungsbedingten Ausfällen oder Auftragsmangel in der kalten Jahreszeit das Saison-Kurzarbeitergeld in Anspruch nehmen.“ 

Mit Saison-Kurzarbeitergeld Fachkräfte im Winter halten

Das Saison-Kurzarbeitergeld gibt es ab 1. Dezember - im Gerüstbau bereits ab 1. November - bis zum 31. März. So brauchen die Unternehmen ihr Stammpersonal nicht entlassen und können dies sofort einsetzen, wenn die Witterungslage die Arbeit wieder zulässt. Zudem bestehe die Gefahr, temporär entlassene Fachkräfte an die Konkurrenz zu verlieren. In den vergangenen zehn Jahren haben immer mehr Unternehmen im Herzogtum Lauenburg das Saison-Kurzarbeitergeld über die Wintermonate in Anspruch genommen. Die Zahl stieg von durchschnittlich 40 im Jahr 2007 auf 107 in 2017. 

Das Saison-Kurzarbeitergeld kann ohne vorherige Anzeige beantragt werden. „Der bürokratische Aufwand ist dadurch reduziert. Lediglich der Arbeitsausfall, die Angabe der betroffenen Baustellen und die Art der Arbeiten müssen nachgewiesen werden“, so die Agenturchefin. Interessierte Unternehmen können sich an ihren bekannten Ansprechpartner im Arbeitgeber-Service wenden oder über die kostenfreie Service-Nummer 0 800 / 4 555 20 Kontakt aufnehmen.

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