Arbeitsmarkt im Kreis Herzogtum Lauenburg im Februar 2019

Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit

Im Februar 2019 waren im Kreis Herzogtum Lauenburg 5.166 Menschen arbeitslos gemeldet – 61 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum Januar um 0,1 Prozentpunkt und blieb bei 5,0 Prozent.

Mit 5,0 Prozent liegt die Arbeitslosenquote bei dem niedrigsten Wert, der jemals in einem Februar im Kreis Herzogtum Lauenburg seit Erhebung der Arbeitslosendaten auf Kreisebene 1997 verzeichnet wurde.Vor einem Jahr waren im Februar noch 5.559 Menschen und damit 393 mehr arbeitslos. Die Quote lag seinerzeit bei 5,4 Prozent.

Der leichte Anstieg ist laut Agentur hauptsächlich durch junge Menschen bedingt, die gerade ihre Ausbildung abgeschlossen haben und jetzt auf der Suche nach ihrem ersten regulären Job sind. Für frisch Ausgelernte dauert die Phase der Jobsuche aber erfahrungsgemäß nicht lange, denn die Unternehmen benötigen in fast allen Bereichen Fachkräfte. Wie robust der Arbeitsmarkt aktuell ist, zeigt der Bestand der von den Unternehmen im Kreis gemeldeten sozialversicherungspflichtigen offenen Stellen. Dieser liegt mit aktuell 1.362 auf einem Höchstwert für einen Februar.

„Fast alle Personengruppen haben von dieser Entwicklung gegenüber Februar 2018 profitiert. Es gab sowohl weniger jüngere als auch ältere Arbeitsuchende und auch weniger Langzeitarbeitslose ohne Beschäftigung. Nur bei den arbeitslosen Menschen mit einer Schwerbehinderung gab es mit plus 16 leider einen Anstieg zum Vorjahr“, so Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe.

Auch Unterbeschäftigung sinkt weiter

Von den derzeit 5.166 arbeitslosen Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg sind 508 Schutzsuchende, 35 mehr als im Vormonat. Insgesamt werden von der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter Herzogtum Lauenburg aktuell 1.186 geflüchtete Menschen betreut. Der Großteil von ihnen besucht aber einen Sprach- oder Integrationskurs oder eine der berufsvorbereitenden Maßnahmen der Arbeitsagentur oder des Jobcenters und gilt damit nicht als arbeitslos. 

Nicht als arbeitslos gezählt werden auch Teilnehmer an Weiterbildungsmaßnahmen, Arbeitsgelegenheiten oder Arbeitsuchende, die derzeit arbeitsunfähig erkrankt sind. Sie alle werden zusätzlich zu den arbeitslos gemeldeten Menschen in der Statistik zur Unterbeschäftigung erfasst, die die Agentur für Arbeit ebenfalls monatlich veröffentlicht. Auch diese Zahl ist gegenüber 2018 gesunken und liegt im Herzogtum aktuell bei 7.091 - 452 oder sechs Prozent weniger als im Februar des vergangenen Jahres.

#AusbildungKlarmachen – für betriebliche Ausbildung

Vor dem Hintergrund der bundesweiten „Woche der Ausbildung“ vom 11. bis 15. März wirbt auch die Agentur für Arbeit Bad Oldesloe für die betriebliche Ausbildung. „Ich kann jungen Menschen nur empfehlen, ihren Fokus auf eine duale Ausbildung zu richten. Sie bietet berufliche Perspektiven und ist zudem der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit. Im vergangenen Jahr betrug die Arbeitslosenquote bei Menschen mit einer Berufsausbildung in Herzogtum Lauenburg lediglich 2,8 Prozent. Bei Menschen ohne abgeschlossene Ausbildung lag sie mehr als siebenmal so hoch, nämlich bei 21,1 Prozent“, so Grote-Seifert. 

Ein Berufsabschluss eröffne zudem alle Wege, sich weiterzubilden und zu qualifizieren. Deshalb empfiehlt die Agentur eine duale Ausbildung auch für Abiturienten oder Studienumsteiger. Nach einer Ausbildung besteht die Möglichkeit der Weiterbildung zum Meister, Techniker oder Betriebswirt, die den Aufstieg in Führungspositionen eröffnet. Genauso können Ausbildung und Studium in einem Dualen Studiengang auch gleich kombiniert werden. Dieser Weg erfreut sich bei angehenden Abiturienten und Unternehmen zunehmender Beliebtheit. 

Aktuell sind der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe von Unternehmen aus dem Herzogtum Lauenburg bereits 827 Ausbildungsstellen für den kommenden Ausbildungsbeginn gemeldet worden, 89 mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Um den für sich richtigen Ausbildungsweg zu finden, sollten sich die Jugendlichen jetzt an die Berufsberatung wenden. Grote-Seifert: „Unsere Berufsberater helfen, sich in dem breiten Angebot von fast 330 Ausbildungsberufen zu orientieren und den Weg zu finden, der zu einem passt.“ 

Termine beim Berufsberater können über die kostenlose Service-Rufnummer 0 800 / 4 5555 00 oder per Mail an badoldesloe.berufsberatung@arbeitsagentur.de vereinbart werden.