Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt im Kreis Herzogtum Lauenburg im August 2019

Wie gewohnt sinkt mit dem Ferienende die Arbeitslosenquote. Sie lag im Herzogtum Lauenburg im August bei 4,7 Prozent (4.948 Menschen) und 0,1 Prozentpunkt unter dem Vormonat. Das bedeutet zugleich die niedrigste August-Quote seit Erhebung der Arbeitslosendaten auf Kreisebene 1997. 284 Ausbildungsstellen waren im Kreis zum Ausbildungsstart noch nicht besetzt.

Mit 4.948 waren 92 Menschen weniger als im Juli 2019 auf der Suche nach einer Arbeit. In der Folge sank die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkt auf jetzt 4,7 Prozent. Mit dem Ende der Sommerferien, die in diesem Jahr früher als in den Vorjahren aufhörten, ist auch die Sommerpause am Arbeitsmarkt vorbei und die Unternehmen stellen wieder neue Mitarbeiter ein. Im Vorjahr waren 5.300 und damit 352 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag seinerzeit bei 5,1 Prozent. 

Sozialversicherungspflichtige Stellen

Dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter wurden im August 282 neue Stellen gemeldet. Damit sind aktuell 1.509 sozialversicherungspflichtige Stellen im Kreis Herzogtum Lauenburg zu besetzen, 14,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Die größten Bedarfe an neuen Mitarbeitern gibt es bei Unternehmen im Bereich Gesundheits- und Sozialwesen, Baugewerbe, Handel sowie im Dienstleistungsbereich und der Arbeitnehmerüberlassung. 

Unterbeschäftigung

„Die Zahl der Unterbeschäftigten liegt mit aktuell 6.750 im Kreis Herzogtum Lauenburg um 3,4 Prozent unter dem Wert des letzten Jahres“, so Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe. Die Unterbeschäftigung zeigt, wie viele Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg insgesamt auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind. 

Nicht als arbeitslos gezählt werden beispielsweise Teilnehmer an Weiterbildungsmaßnahmen und in Arbeitsgelegenheiten oder Arbeitsuchende, die derzeit arbeitsunfähig erkrankt sind, sowie geflüchtete Menschen, die einen Sprach- oder Integrationskurs oder eine der berufsvorbereitenden Maßnahmen der Arbeitsagentur oder des Jobcenters besuchen. Sie alle werden zusätzlich zu den arbeitslos gemeldeten Menschen in der Statistik zur Unterbeschäftigung erfasst, die die Agentur für Arbeit ebenfalls monatlich veröffentlicht. 

Ausbildungsmarkt

Nach dem ersten Starttermin Anfang August hat im September für weitere Jugendliche die Ausbildung begonnen. Doch auch für diejenigen, die noch keinen Ausbildungsvertrag haben, bestehen weiterhin Chancen auf einen Ausbildungsplatz. „Die Ausbildungssuche ist bis zu den Herbstferien noch möglich”, betont Grote-Seifert. Gut ein Viertel der ursprünglich gemeldeten 1.078 Ausbildungsplätze im Kreis Herzogtum Lauenburg ist weiterhin nicht besetzt und 284 Lehrstellen bieten noch die Chance auf den Einstieg in eine Ausbildung. 

Unternehmen, die ihre Ausbildungsstellen bislang nicht besetzen konnten, rät die Chefin der Arbeitsagentur, das vorhandene Bewerberpotential auszuschöpfen und auch Jugendliche zu berücksichtigen, die auf den ersten Blick nicht den Idealvorstellungen entsprechen. „Viele zeigen erst in der betrieblichen Praxis Fähigkeiten, die sich leider nicht in ihren Schulnoten spiegeln“, sagt Grote-Seifert. 

Sie empfiehlt, bei Bedarf auch die ausbildungsunterstützenden Angebote der Arbeitsagentur zu nutzen: „Ausbildungsbegleitende Hilfen oder Einstiegsqualifizierungen sind bewährte Instrumente, mit denen wir da, wo es nötig ist, Unternehmen und Jugendliche unterstützen, eine Ausbildung vorzubereiten oder zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.“ 

Für Informationen zu den Fördermöglichkeiten können sich Unternehmen direkt an ihren Ansprechpartner im gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter wenden oder über die kostenfreie Service-Nummer 0 800 / 4 5555 20 Kontakt aufnehmen. 

www.arbeitsagentur.de