• Schmackhafte Kreationen für ein kulinarisches Menü.

Info-Tag der Berufe Nahrung, Gastronomie, Hauswirtschaft

„Tischlein deck‘ dich“ schon zum 6. Mal im BBZ Mölln

Geschäftiges Treiben in der Pausenhalle des Berufsbildungszentrums Mölln: In drei mobilen Küchen werden von Auszubildenden Menükarten geschrieben, Tische eingedeckt und dekoriert – alles muss stimmen, damit die Gerichte, die zeitgleich entstehen, auch angemessen präsentiert werden können. So erlebten die Besucher den bereits 6. Informationstag zu den Berufen Nahrung, Gastronomie, Hauswirtschaft am 19. Februar im BBZ. Auch 2019 war die Veranstaltung „Tischlein deck‘ dich“  ein voller Erfolg.

Die Teams legten sich im Wettbewerb voll ins Zeug.

Mit viel Freude am Tun zeigten die Beteiligten der Berufe der Abteilung Nahrung, Gastronomie, Hauswirtschaft die interessanten berufspraktischen Tätigkeiten im Hauswirtschaftsraum, in der Backstube, im Backwarenverkauf und in der Großküche des BBZ. Den Besuchern wurde aufgezeigt, dass dieses breite Berufsfeld im Rahmen des dualen Systems sichere und vielseitige berufliche Perspektiven bietet. Dennoch begeistern sich im Kreis immer noch zu wenig Schulabgänger für eine Ausbildung in diesem Bereich. Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt.

Die Dekoration der Tische gehört zum Anforderungsprofil.

„Wir sollten nichts unversucht lassen, weiterhin für diese attraktiven Berufe zu werben. Wir brauchen dringend Nachwuchs - nicht nur bei den Köchen“, sagt Anke Asmus von der Dehoga. Sie war Mitglied der Jury, die den Wettkampf der einzelnen Ausbildungsberufe bewertete. 

Die Teams mussten dazu wieder aus einem vorgegebenen Warenkorb ein Menü zubereiten, einen Tisch thematisch passend eindecken und die jeweilige Menükarte schreiben.  „Die Kochausbildung am BBZ ist eine großartige Sache, früher mussten die Azubis bis nach Lübeck fahren“, so Anke Asmus.

Zukünftig auch Beschulung der Restaurant- und Hotelfachleute

Seit sechs Jahren werden Auszubildende zum Koch/zur Köchin am BBZ beschult – eine gute Entwicklung, die vor allem der regionalen Wirtschaftsstruktur des touristisch geprägten Kreises entspricht. „Es geht auch darum, was wir für unsere Azubis noch tun können, damit sie nach der Ausbildung dabeibleiben“, so Asmus weiter. Aus diesem Grund befürworte sie den Vorstoß der Betriebe, das Berufsbildungsangebot in der Region zukünftig durch die Beschulung der Restaurant- und Hotelfachleute zu ergänzen und im gastgewerblichen Bereich abzurunden. Zugleich trage die Beschulung am BBZ Mölln dem Erhalt der Berufsbildungsmöglichkeiten in der Fläche, der Durchlässigkeit der Bildungsgänge sowie der Chancengerechtigkeit - unabhängig vom Ausbildungs- und Wohnort - Rechnung.

„Dem Wunsch der Betriebe nach ortsnaher Beschulung möchte das BBZ gern nachkommen und ist personell sowie räumlich dafür gut gerüstet“, sagt dazu BBZ-Abteilungsleiter Matthias Schofer. Bereits mit der Einführung der Beschulung des Ausbildungsberufs Koch/Köchin in Mölln konnten Erfahrungen gemacht werden, die auch für die Beschulung der Ausbildungsberufe im Restaurant- und Hotelfach sprechen. Der ortsnahe Fachklassenstandort Mölln sei sowohl für die Betriebe als auch für die Schülerinnen und Schüler ein gewichtiges Argument, um eine gastgewerbliche Berufsausbildung zu beginnen beziehungsweise dafür Ausbildungsplätze bereitzustellen. Die Einrichtung der Fachklasse Köchinnen/Köche in Mölln hat laut BBZ dazu geführt, dass Betriebe jetzt ausbilden, die vorher keine Auszubildenden beschäftigt haben.

Wichtiges Berufsfeld für Zugewanderte

Darüber hinaus ist das gastronomische Ausbildungssegment ein wichtiges Berufsfeld, um Migrantinnen und Migranten zu einem Berufsabschluss und schließlich in Arbeit zu bringen. Das gelte auch für die Struktur der Berufsfachschule Typ I sowie der Berufsvorbereitung insgesamt, die in den letzten Jahren in der Weise verändert wurde, dass eine direkte Kopplung und Überführung in duale Ausbildung stattfinden kann.

Deshalb versuchen die regionalen Partner Dehoga, WFL, HLMS und BBZ Mölln, junge Menschen frühzeitig für eine gastgewerbliche Ausbildung zu begeistern und Betriebe zur Ausbildung zu bewegen. „Es wäre schön, wenn wir so etwas hier auch für die Restaurant- und Hotelfachleute hätten“, erklärt Asmus, „das wäre ein wichtiger Schritt für die Gesamtentwicklung der Tourismusregion Kreis Herzogtum Lauenburg.“

www.bbzmoelln.de