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Liquiditätshilfen

Neustarthilfe

Mit der Neustarthilfe werden Soloselbständige und kleine Kapitalgesellschaften, die durch die Corona-Pandemie erhebliche finanzielle Einbußen erleiden, unterstützt. Sie erhalten einen Vorschuss von bis zu 7. 500 Euro (bzw. bis zu 30.000 Euro als Mehr-Personen-Kapitalgesellschaft) für den Zeitraum Januar bis Juni 2021. Die Neustarthilfe wird zusätzlich zu anderen Leistungen, wie z.B. der Grundsicherung, ausgezahlt und auch nicht auf diese angerechnet.

Wer kann die Förderung beantragen?

Bei der Antragstellung Neustarthilfe gelten unterschiedliche Antragskriterien für folgende Gruppen:

  • Soloselbständige, mit oder ohne Personengesellschaften
  • Kapitalgesellschaften mit einem Gesellschafter (Ein-Personen-Kapitalgesellschaften),
  • Kapitalgesellschaften mit mehreren Gesellschaftern (Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften) sowie
  • Sonderfall: kurz befristete Beschäftigte in den Darstellenden Künsten

Die Gewährung der Neustarthilfe erfolgt in zwei Schritten:

  1. Nach Antragstellung erhalten Soloselbstständige die Neustarthilfe als Vorschuss.
  2. Nach Ablauf des Förderzeitraums (ab Juli 2021) erstellen die Soloselbstständigen eine Endabrechnung und geben dabei die Umsätze an, die Sie im ersten Halbjahr 2021 erzielt haben. Dabei wird geprüft, ob der Vorschuss in voller Höhe behalten werden darf (der Vorschuss wird dann zum Zuschuss), oder ob der Vorschuss ganz oder teilweise zurückgezahlt werden muss. Dies hängt davon ab, wie stark das Geschäft von der Corona-Pandemie beeinträchtig wurde.

Soloselbstständige dürfen die als Vorschuss ausgezahlte Neustarthilfe in voller Höhe behalten, wenn ihr Umsatz während des gesamten sechsmonatigen Förderzeitraums im Vergleich zum Referenzumsatz im ersten Halbjahr 2019 um über 60 Prozent zurückgegangen ist. Dies bedeutet, dass der Umsatz im ersten Halbjahr 2021 also 40
Prozent oder weniger des Referenzumsatzes beträgt. Die finale Höhe der Neustarthilfe wird erst nach Ablauf des Förderzeitraums berechnet. Hierfür erstellen die Soloselbstständigen bis zum 31. Dezember 2021 eine Endabrechnung durch Selbstprüfung, bei der die Summe der tatsächlich realisierten Umsätze offengelegt wird.

Der Direktantrag auf Neustarthilfe kann nur einmal über das von der November- und Dezemberhilfe bekannte Online-Tool gestellt werden. Die Identifizierung der Antragsteller erfolgt erneut über das von der Steuererklärung bekannte ELSTER-Zertifikat. Die Antragstellung ist bis zum 31. August 2021 möglich.

Neu: Unternehmen und Soloselbstständige erhalten ein nachträgliches Wahlrecht zwischen Neustarthilfe und Überbrückungshilfe III zum Zeitpunkt der Schlussabrechnung. So kann die im Einzelfall günstigste Hilfe aufgrund des unsicheren Verlaufs der ökonomischen Entwicklung nachträglich bestimmt werden. Wie für Soloselbständige mit Einnahmen ausschließlich aus freiberuflichen und gewerblichen Tätigkeiten wird auch für Soloselbständige, die Gesellschafter von Personengesellschaften sind, ein Wahlrecht geschaffen: Sie können den Antrag auf Neustarthilfe entweder über einen prüfenden Dritten oder als Direktantrag stellen (die Antragstellung auf Neustarthilfe über prüfende Dritte ist damit nur noch für Kapitalgesellschaften verpflichtend).

Seit dem 30.03.2021 können auch Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften einen Antrag auf
Neustarthilfe stellen.

Weitere Informationen und die aktuellen FAQ für alle Corona-Hilfsprogramme finden Sie
wie gewohnt unter:
https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Dokumente/FAQ/faqlist.html

Für Fragen steht Ihnen der Service-Desk für Soloselbstständige unter der Telefonnummer 030 – 1200 21034 von Montag bis Freitag von 8:00 bis 18:00 Uhr zur Verfügung. Alternativ können Sie auch das Kontaktformular auf der nachfolgenden Internetseite nutzen.
https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Formulare/Kontakt/kontakt.html


 

Wer kann die Förderung beantragen?

Bei der Antragstellung Neustarthilfe gelten unterschiedliche Antragskriterien für folgende Gruppen:

  • Soloselbständige, mit oder ohne Personengesellschaften
  • Kapitalgesellschaften mit einem Gesellschafter (Ein-Personen-Kapitalgesellschaften),
  • Kapitalgesellschaften mit mehreren Gesellschaftern (Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften) sowie
  • Sonderfall: kurz befristete Beschäftigte in den Darstellenden Künsten

Überbrückungshilfe III

Mit der Überbrückungshilfe III werden Unternehmen, Soloselbständige und Freiberufliche aller Branchen mit einem Jahresumsatz bis zu 750 Millionen Euro unterstützt (Grenze entfällt für von Schließungsanordnungen auf Grundlage eines Bund-Länder-Beschlusses betroffene Unternehmen des Einzelhandels, der Veranstaltungs- und Kulturbranche, der Hotellerie, der Gastronomie und der Pyrotechnikbranche sowie für Unternehmen des Großhandels und der Reisebranche). Die Überbrückungshilfe III wurde seit dem 12. April 2021 um einen Eigenkapitalzuschuss erweitert. Dieser wird für alle antragsberechtigten Monate gewährt und kann über die bestehende Umsatztabelle auf Antragsseite 3 beantragt werden. 

Anträge können bis zum 31. August 2021 gestellt werden.

Was ist neu bei der Überbrückungshilfe III?

  • Eigenkapitalzuschuss für Unternehmen mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in mindestens drei Monaten im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021.
  • Für Unternehmen mit einem Umsatzeinbruch von mehr als 70 Prozent: Erhöhung der Fixkostenerstattung auf 100 Prozent.
  • Antragsberechtigung für kirchliche Unternehmen und bis 31.10.2020 gegründete Start-ups
  • Sonderabschreibungsmöglichkeiten für Saisonware und verderbliche Ware auf Hersteller, Großhändler und professionelle Verwender erweitert.
  • Für Unternehmen der Veranstaltungs- und Reisewirtschaft wird zusätzlich zur allgemeinen Personalkostenpauschale für jeden Fördermonat eine Anschubhilfe in Höhe von 20 Prozent der Lohnsumme eingeführt, die im entsprechenden Referenzmonat 2019 angefallen wäre. Die maximale Gesamtförderhöhe dieser Anschubhilfe beträgt 2 Mio. Euro.
  • Die Veranstaltungs- und Kulturbranche kann zusätzlich Ausfall- und Vorbereitungskosten, die bis zu 12 Monate vor Beginn des geplanten Veranstaltungsdatums angefallen sind, geltend machen
  • Antragstellenden wird in begründeten Härtefällen die Möglichkeit eingeräumt, alternative Vergleichszeiträume zur Ermittlung des Umsatzrückgangs im Jahr 2019 zu wählen.
  • Wie für Soloselbständige mit Einnahmen ausschließlich aus freiberuflichen und gewerblichen Tätigkeiten wird auch für Soloselbständige, die Gesellschaftende von Personengesellschaften sind, ein Wahlrecht geschaffen: Sie können den Antrag auf Neustarthilfe entweder über einen prüfenden Dritten oder als Direktantrag stellen (die Antragstellung auf Neustarthilfe über prüfende Dritte ist damit nur noch für Kapitalgesellschaften verpflichtend).
  • Unternehmen und Soloselbstständige erhalten nachträgliches Wahlrecht zwischen Neustarthilfe und Überbrückungshilfe III zum Zeitpunkt der Schlussabrechnung.

Die Antragstellung für die Überbrückungshilfe III erfolgt über die bundesweit einheitliche Plattform:
https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Home/home.html

Die FAQ zur Corona-Überbrückungshilfe III des Bundesministeriums finden Sie hier:

https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Redaktion/DE/FAQ/FAQ-Ueberbrueckungshilfe-lll/ueberbrueckungshilfe-lll.html?nn=1870016


 

Außerordentliche Wirtschaftshilfe des Bundes

Von angeordneten Schließungen betroffene Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen werden durch eine „außerordentliche Wirtschaftshilfe“ unterstützt.  

Die Anträge für die November- und Dezemberhilfe können bis zum 31.04.2021 eingereicht werden. Die Antragstellung erfolgt unabhängig von der Überbrückungshilfe. Jedoch findet eine Anrechnung von anderen gleichartigen Corona-bedingten Zuschussprogrammen des Bundes und der Länder statt, wenn sich die Leistungszeiträume überschneiden. Die Anträge für die November- und Dezemberhilfe können bis zum 31.04.2021 eingereicht werden.  

Neu: Gaststätten, die an ein Unternehmen, wie beispielsweise an eine Brauerei angeschlossen
sind, werden bei der Antragsberechtigung für die November- und Dezemberhilfe so
behandelt, als handele es sich um eigenständige Unternehmen. Dies betrifft vor allem
Brauereigaststätten, Vinotheken von Weingütern und Straußenwirtschaften. Der
Gaststättenteil ist unabhängig vom restlichen Unternehmen und damit ebenso wie andere
Gaststätten antragsberechtigt.

Seit dem 18.03.2021 können IBAN-Änderungen von prüfenden Dritten vorgenommen
werden. Es können nur Bankdaten verwendet werden, die beim Finanzamt als
Kontoverbindung hinterlegt sind.

Alle weiteren wichtigen Informationen finden Sie in den jüngst veröffentlichten FAQ zu den November- und Dezemberhilfen des Bundeswirtschaftsministeriums.
Fragen und Antworten zu den November- und Dezemberhilfen

Überbrückungshilfe Unternehmen - November- und Dezemberhilfe (ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de)
November- und Dezemberhilfe - Beantragung durch prüfenden Dritten

Antragstellung: 
Anträge können elektronisch ausschließlich durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte oder staatlich vereidigte Buchprüfer gestellt werden. Antragsstellung erfolgt über die Plattform der Überbrückungshilfen.

Soloselbstständige sind bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 EUR direkt antragsberechtigt. Sie können ausschließlich über ELSTER einen Antrag stellen. Wer noch keine ELSTER Zertifizierung hat, muss diese vorher erstellen lassen, um die individuelle Identifizierung zu gewährleisten. 

Als Soloselbständige gelten im Rahmen der November- und Dezemberhilfe Antragsteller, die zum Stichtag 29.02.2020 weniger als einen Vollzeitmitarbeiter beschäftigen. Soloselbstständige und selbstständige Angehörige der Freien Berufe ohne Beschäftigte sind dann antragsberechtigt, wenn ihre selbstständige oder freiberufliche Tätigkeit im Haupterwerb ausgeübt wird. Sie also die Summe ihrer Einkünfte im Jahr 2019 zu mindestens 51 % aus ihrer gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit erzielt haben. Soloselbstständige mit Teilzeitbeschäftigten (also insgesamt weniger als einem Vollzeitmitarbeiter) sind auch dann antragsberechtigt, wenn sie im Nebenerwerb tätig sind. 


Gemeinsame Presseerklärung vom 13.12.2020 - Um­fang­rei­che Er­wei­te­rung der Co­ro­na-Hil­fen

Gemeinsame Presseerklärung vom 27.11.2020 - Stark durch die Krise: Dezemberhilfe kommt, Überbrückungshilfe wird deutlich erweitert und verlängert