CoWorkLand im Herzogtum Lauenburg

Wie sieht unsere Arbeitswelt von Morgen aus? Was kann gegen die immer stärker werdende verkehrliche Belastung in den Ballungszentren getan werden, wie die Pendlerströme reduziert werden? Wie findet man den richtigen Partner für ein Start-Up-Projekt und vor allem wo?

In den großen Städten weltweit und auch in Deutschland boomt das Angebot und auch die Nachfrage nach sogenannten Coworking Spaces. In Berlin und Hamburg gibt es große Betreiber, die mehrere 100 Quadratmeter Coworking Space anbieten und dort auf viel Nachfrage stoßen. Für die junge Start-Up-Szene sind das ideale Orte und Inkubatoren für neue Ideen, Projekte und Geschäftsmodelle. Schnittstellen zu den jeweiligen Hochschulen vor Ort beleben diese Szene zusätzlich.

Aber wie sieht es in den ländlichen Regionen der Republik aus? Stand-alone-Lösungen von Coworking Spaces sind dort sehr rar und so gut wie nicht wirtschaftlich zu betreiben. Trotzdem gibt es auch bei uns im Norden mittlerweile auf dem Lande erste erfolgreiche Coworking-Projekte. Diese nutzen vorhandene Synergien mit diversen anderen Geschäftsmodellen, um ein Angebot für das flexibel Arbeiten auch den auf dem Land wohnenden Arbeitstätigen anbieten zu können.

Die Heinrich Böll Stiftung hat im vergangenen Jahr mit dem Angebot eines „PopUp-Coworking“ in Form eines mobilen Containers in der Region Kiel damit begonnen, diese für die ländlicheren Räume neue Arbeitswelt zu testen und jeweils für einen Monat an ausgesuchten Orten anzubieten. Gemeinden, Kreise oder Regionen können sich bewerben und damit auch eine mögliche Nachfrage nach solch flexiblen Arbeitsplätzen vor Ort testen. Das Angebot richtet sich dann ganz explizit nicht nur an Selbstständige, Gründer oder Freiberufler, sondern auch an bisherige Pendler oder Heimarbeiter, die den Arbeitsweg gern vermeiden wollen, zu Hause doch nicht die erhoffte Ruhe finden oder dort ein produktives Arbeitsumfeld vermissen.

Auf Initiative der Grünen und der CDU im Kreis wird nun in diesem Sommer zum in Bliestorf und zum anderen in Schwarzenbek der Coworking-Container von CoWorkLand aufgestellt. Ein Kreistagsbeschluss zu der dafür notwendigen Finanzierung soll in den kommenden Tagen beschlossen werden.

Die WFL unterstützt dieses Vorhaben ganz explizit: „Die Chancen des digitalen Wandels müssen auch im ländlichen Raum genutzt werden, auch um einen negativen strukturellen Wandel zu verhindern. Das PopUp-CoWorking Konzept ist eine wunderbare Möglichkeit, neue Arbeitsformen zu testen!“ sagt der Geschäftsführer Ulf Hahn.

Die neuen entstandenen und noch entstehenden Coworking Spaces können sich der neu gegründeten CoWorkingLand Genossenschaft anschließen und damit dem schon vorhandenen Netzwerk beitreten und von den bisher gesammelten Erfahrungen profitieren. Sollten Sie sich einen Coworking Space bei sich im Ort, im Unternehmen, im Café, am See oder an anderer inspirierender Stelle bei uns im Kreis vorstellen können, wenden Sie sich gerne an Herrn Bähr unter:

www.boell-sh-digital.de/coworkland

oder auch gern an die WFL.

Termine:

29.07.2019 - 25.08. in Bliestorf
ab September in Schwarzenbek (genaues Datum folgt noch)

Nähere Informationen erhalten Sie auch hier:

Facebook: https://www.facebook.com/TorfHub
Twitter: https://twitter.com/TorfHub
Instagram: @TorfHub