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Förderprogramme

Förderung für die Digitalisierung des Mittelstands geht in die nächste Runde

Digitale Technologien und Know-how entscheiden in der Wirtschaft über Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt den Mittelstand dabei, die wirtschaftlichen Potenziale der Digitalisierung auszuschöpfen. Das Programm „Digital Jetzt – Investitionsförderung für KMU“ bietet finanzielle Zuschüsse und soll Firmen dazu anregen und ihnen helfen, mehr in digitale Technologien sowie in die Qualifizierung ihrer Beschäftigten zu investieren.

Digitale Technologien ermöglichen neue Geschäftsmodelle, intelligente Arbeits- und Produktionsprozesse, eine effektivere Kundengewinnung und eine bessere Vernetzung, zum Beispiel mit Lieferanten. Das dies neue wirtschaftliche Chancen eröffnet, erkennen immer mehr mittelständische Unternehmen. Digitale Kompetenzen und digital geschultes Personal sind deshalb ein entscheidender Faktor für wirtschaftlichen Erfolg. Aktuelle Studien zeigen aber, dass es in vielen Unternehmen noch großen Digitalisierungsbedarf gibt. So fehlt zum Beispiel im Bereich der IT-Sicherheit oft noch das nötige Bewusstsein für die Abwehr von Risiken.

Förderten frühere Programme schwerpunktmäßig die Beratung in Sachen IT, unterstützt das neue Förderprogramm „Digital Jetzt – Investitionsförderung für KMU“ mittelständische Betriebe  - einschließlich Handwerksbetriebe und freie Berufe - bei der Umsetzung der Digitalisierung durch finanzielle Zuschüsse zu Investitionen in digitale Technologien und die Qualifizierung der Beschäftigten zu Digitalthemen.

Förderung der Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren endet im Dezember 2020

Noch bis Ende 2020 und bereits seit 2015 gibt es für KMU als Anlaufstelle zu Themen der Digitalisierung die heute insgesamt 26 Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren, die regional und themenbezogen agieren. Sie haben in den vergangenen Jahren ganz wesentlich zur Sensibilisierung der mittelständischen Wirtschaft in Bezug auf die Chancen und auch Herausforderungen der Digitalisierung beigetragen. So hat die Transferstruktur der Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren den Wissens- und Technologietransfer von Hochschulen und Forschungseinrichtungen in mittelständische Unternehmen insgesamt deutlich beschleunigt und forciert.

Die Kompetenzzentren stellen ein wissenschaftlich unterstütztes, kostenfreies und auf kleine und mittlere Unternehmen sowie Handwerksbetriebe zugeschnittenes Angebot bereit. Sie vernetzen die Unternehmen untereinander, unterstützen den Wissens- und Technologietransfer in die Unternehmen und stellen darüber hinaus die erlangten Erkenntnisse einer Vielzahl anderer Unternehmen zur Verfügung. Durch konkrete Anschauungs- und Erprobungsmöglichkeiten sowie durch eine Vielzahl an Praxisbeispielen werden KMU praxisnah bei der digitalen Transformation unterstützt. 

Seit 2019 zusätzliche Transferleistungen für das Themenfeld „KI“

Im Jahr 2019 wurden die Kompetenzzentren durch zusätzliche Transferleistungsangebote für das Themenfeld Künstliche Intelligenz (KI), speziell durch KI-Trainer, erweitert. Zu den wesentlichen Aufgaben der KI-Trainer gehört, Mittelstand und Handwerk für die technologischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten der KI zu sensibilisieren, über Chancen und Herausforderungen der KI zu informieren sowie Unternehmer und Handwerker bei der Umsetzung konkreter KI-Anwendungen zu unterstützen.

Neue Förderung entwickelt Konzept weiter und setzt neue Schwerpunkte

Mit der neuen Förderbekanntmachung wird das bewährte Konzept weiterentwickelt. Es werden neue Schwerpunkte gesetzt, die inhaltlich weiter in die Tiefe gehen:

  • Neben dem produzierenden Gewerbe und dem Handwerk wird die produktionsnahe wie auch konsumentenorientierte Dienstleistungswirtschaft stärker als Zielgruppe adressiert.
  • Es sollen Unterstützungsangebote geschaffen werden, mit deren Hilfe KMU über die Potenziale und Herausforderungen von Innovationstreibern wie z. B. der Plattformökonomie oder der KI informiert werden und ihnen vermittelt wird, unter welchen Voraussetzungen eine erfolgreiche Implementierung von KMU-basierten digitalen Plattformen möglich ist.
  • KMU sollen zur routinierten Interaktion mit relevanten Akteuren (Plattformen, unterstützende IT- Dienstleister, Wertschöpfungsnetzwerken) und Übertragbarkeit von neuen Geschäftsmodellen auf den Mittelstand befähigt werden. Das BMWi unterstützt KMU dabei, die Digitalisierung strategisch anzugehen und auf Basis der betrieblichen Anforderungen ganzheitlich zu gestalten sowie innovative Digitalisierungsanwendungen zielführend in KMU zu bringen.
  • Darüber hinaus wird es Leuchtturmprojekte geben, die einen interdisziplinären Ansatz verfolgen und sich durch die Lösung exemplarischer Fragen auszeichnen, die über ein einzelnes Unternehmen hinausgehen. Für die Lösung der Fragestellungen werden zukunftsorientierte Technologien und Methoden eingesetzt. 

Für die Online Einreichungen gibt es folgende drei Fristen:
1.) 31. Oktober 2020, 2.) 31. Juli 2021 und 3.) 31. Januar 2022.

 „Digital Jetzt“ im Überblick


Die Förderung können beantragen

Mittelständische Unternehmen

  • aus allen Branchen (inklusive Handwerksbetriebe und freie Berufe)
  • mit 3 bis 499 Beschäftigten,

die Digitalisierungsvorhaben planen, zum Beispiel Investitionen in Soft-/Hardware und/oder in die Mitarbeiterqualifizierung.

Diese Voraussetzungen müssen Unternehmen erfüllen

Das Unternehmen muss durch die Beantwortung gezielter Fragestellungen beim Förderantrag einen Digitalisierungsplan darlegen. Dieser

  • beschreibt das gesamte Digitalisierungsvorhaben,
  • erläutert die Art und Anzahl der Qualifizierungsmaßnahmen,
  • zeigt den aktuellen Stand der Digitalisierung im Unternehmen und die Ziele, die mit der Investition erreicht werden sollen,
  • legt beispielsweise dar, wie die Organisation im Unternehmen effizienter gestaltet werden soll, wie sich das Unternehmen neue Geschäftsfelder erschließen, wie es ein neues Geschäftsmodell entwickeln und/oder seine Marktposition stärken will.

Außerdem:

  • Das Unternehmen muss eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland haben, in der die Investition erfolgt.
  • Das Vorhaben darf zum Zeitpunkt der Förderbewilligung noch nicht begonnen haben.
  • Nach der Bewilligung muss es in der Regel innerhalb von zwölf Monaten umgesetzt werden.
  • Das Unternehmen muss die Verwendung der Fördermittel nachweisen können. 

Laufzeit der Förderung

Das Tool für die Antragsstellung wird am 7. September freigeschaltet. Der Antrag auf Förderung ist bis einschließlich 2023 zu stellen.

Das sind die Ziele des Programms

Das Programm unterstützt KMU und Handwerk bei der digitalen Transformation. Ziele sind:

  • Mehr Investitionen mittelständischer Unternehmen in digitale Technologien sowie Qualifizierung und Know-how der Beschäftigten
  • Mehr branchenübergreifende Digitalisierungsprozesse bei KMU und Handwerk
  • Verbesserte digitale Geschäftsprozesse in Unternehmen
  • Mehr Chancen durch digitale Geschäftsmodelle
  • Stärkung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit von KMU
  • Befähigung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die Chancen der Digitalisierung zu erkennen und neue Investitionen in die Digitalisierung ihres Unternehmens anzustoßen
  • Höhere IT-Sicherheit in Unternehmen
  • Stärkung von Unternehmen in wirtschaftlich strukturschwachen Regionen

Tipps für Antragsteller

  • Digitalisierungsplan vorbereiten
  • Antrag rechtzeitig stellen (frühzeitig vor Beginn des Digitalisierungsvorhabens)
  • Prüfen, ob erhöhte Förderquote beantragt werden kann (z.B. durch eine Beteiligung an einem Wertschöpfungsnetzwerk oder durch eine Investition in die IT-Sicherheit)
  • Prüfen, ob eine Kombination beider Fördermodule sinnvoll ist (Investition in digitale Technologie und in Mitarbeiterqualifizierung)

So klappt die Digitalisierung

Zu allen Fragen rund um die Digitalisierung Ihres Unternehmens finden Sie auch Angebote in Ihrer Region bei einem Mittelstand 4.0- Kompetenzzentrum. Weitere Informationen gibt es im Internet.

www.mittelstand-digital.de